04.06.2019

»Monster«-DNA-Analyse im Loch Ness abgeschlossen

Ein kürzlich unternommener Versuch, den schottischen See Loch Ness nach potenzieller »Monster«-DNA zu durchsuchen, hat offenbar einige interessante Ergebnisse erbracht.

 

Wie Professor Neil Gemmell von der University of Otago in Neuseeland erklärte, könnten Wissenschaftler anhand von Wasserproben ermitteln, welche Arten von Organismen darin leben. Über die sogenannte Umwelt-DNA (Environmental-DNA, kurz eDNA) wären sie in der Lage, Tausende von unterschiedlichen Lebewesen in den betreffenden Gewässern zu identifizieren. Dieses Verfahren wird bereits erfolgreich angewendet, um die marine Biodiversität zu überwachen. Entsprechend könnte man es ebenso einsetzen, um die Existenz des mythischen Seeungeheuers »Nessie«, das im dem schottischen See Loch Ness leben soll, zu bestätigen - oder zu widerlegen.

 

 

Im Rahmen des Projektes »Super Natural History – Loch Ness Edition« hatte nun ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Gemmell im Juni 2018 zwei Wochen lang e-DNA-Proben vom Loch Ness entnommen und sie mit Proben aus den anderen schottischen Seen Loch Morar, Loch Garry und Loch Oich verglichen. Auf diese Weise erhofften sie sich, Spuren von Nessies Erbgut aufzuspüren. Denn falls tatsächlich eine kryptide Kreatur wie Nessie dort in dem See lebt, müsste sie Zellen und Fäkalien im Wasser hinterlassen haben, da alle großen Tiere im Wasser DNA verlieren, während sie schwimmen. Eine fremde DNA im See würde Nessie also schließlich entlarven.

 

Nun, fast ein Jahr nach der Entnahme dieser Proben, haben Prof. Gemmell und sein Team die Analyse fast abgeschlossen und werden die vollständigen Ergebnisse auf einer Konferenz im nächsten Monat bekannt geben. Doch schon jetzt lässt er wissen, dass es ihnen gelungen sei, die DNA von 15 verschiedenen Fischarten sowie von über 3.000 Bakterienarten zu identifizieren.

 

Ein Teil der Studie umfasste aber auch die Untersuchung, welche der verschiedenen Erklärungs-Hypothesen um Nessie am wahrscheinlichsten sind, ob es sich beispielsweise um ein prähistorisches Wesen, einem Stör oder einem Riesenwels handeln könnte … oder nicht. „Gibt es da etwas zutiefst Mysteriöses? Nun, es kommt darauf an, an was man glaubt. Und gibt es dort etwas Aufsehenerregendes? Es gibt da sicherlich ein paar Dinge, die etwas überraschend sind", sagte Gemmell im Interview mit The Scotsman. „Wir haben alle führenden Monster-Hypothesen überprüft und drei von ihnen können wir mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen aber eine von ihnen könnte zutreffen", fasst er seine bisherigen Ergebnisse kurz zusammen.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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