27.09.2016

Die Preisträger des Anti-Nobelpreises 2016

Es gibt dermaßen  viele  sinnlose und  fragwürdige  Forschungs-

studien und –Projekte, bei denen sich der Normalbürger fragt, ob sie tatsächlich ernst gemeint sind oder nur der reinen Beschäftigungstherapie und Geldverschwendung dienen. Einmal im Jahr werden solche Ergebnisse mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet.

 

Selbstverständlich sind  Forschungsarbeiten wichtig  und  unum-

gänglich, doch manche Wissenschaftler beschäftigen sich mit Projekten, bei denen weder ein Sinn noch eine Zweckmäßigkeit erkennbar sind. Deshalb hat sich die in Cambridge (USA) erscheinenden Zeitschrift »Annals of Improbable Research« (AIR) seit 1991 zur Aufgabe gemacht, solchen Studien jährlich ihren Ig-Nobelpreis (Ig = ignoble, deutsch: unehrenhaft, unwürdig) zu verleihen. Diese wenig rühmliche Auszeichnung wird auch als Anti-Nobelpreis bezeichnet und hat nur einen rein satirischen Charakter, um wissenschaftliche Leistungen zu »ehren«, die laut AIR „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen“.

 

Die diesjährigen Gewinner des 26. Ig-Nobelpreises wurden am Samstag den 22. September im Sanders Theater der Harvard University in Cambridge gewählt. Die nicht zu beneidenden Preisträger sind:

 

Kategorie Fortpflanzung

Ahmed Ahafik aus Ägypten.

 

Er untersuchte, ob Ratten, die Hosen aus Polyester, Baum- oder Schafwolle tragen, ein anderes Sexualleben haben als ihre von Hosen befreiten Artgenossen. Vergleichbare Experimente führte er auch mit Menschen durch.

 

Kategorie Wirtschaft

Marks Avis, Sarah Forbes und Shelagh Ferguson aus Großbritannien und Neuseeland.

 

Das Team untersuchte, wie die Persönlichkeiten von Steinen aus einer Vertriebs- und Marketingperspektive bewertet werden.

 

Kategorie Physik

Hier siegte ein internationales Forscherteam aus Spanien, Ungarn, Schweden und der Schweiz.

 

Sie hatten herausgefunden, warum weißhaarige Pferde einen besseren Schutz vor Stechmücken haben. Außerdem untersuchten sie, warum Libellen eine gefährliche Vorliebe für schwarze Grabsteine haben.

 

Kategorie Chemie

Hier wurde der deutsche Automobilkonzern Volkswagen für die Entwicklung eines Programmes  ausgezeichnet.

 

Damit können Autos mit hohem Schadstoffausstoß unter  bestimmten Bedingungen, beispielsweise in einem Test, weniger Schadstoffe ausstoßen. Der Bevölkerung mittlerweile auch als Betrugssoftware bekannt.

 

Kategorie Biologie

Diesen Preis teilen sich die Briten Charles Foster und Thomas Thwaites.

 

Eine Zeitlang sprang Foster in die Rolle eines Dachses, Otters, Rehs, Fuchses oder Vogels ein und lebte unter den authentischen Lebensbedingungen des jeweiligen Tieres. Dazu entwickelte Thwaites für Foster eine Prothese, mit der er sich wie eine Ziege bewegen und in der Herde mit seinen Artgenossen durch die Berge streifen konnte.

 

Kategorie Medizin

Ein deutsches Forscherteam gewann die Auszeichnung.

 

Sie entdeckten das unglaubliche Phänomen, dass Menschen, die sich vor einem Spiegel an der rechten Seite kratzen, obwohl es ihnen an der linken Seite juckt, dennoch den gleichen Effekt fühlen, als wenn sie sich links gekratzt hätten.

 

Kategorie Psychologie

Wissenschaftler aus Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Kanada und den USA teilen sich die Trophäe.

 

Das Team hatte notorische Lügner gefragt, wie oft sie lügen. Mit diesen Daten als Grundlage haben sie anschließend geschätzt, ob die Probanden bei der Antwort gelogen haben oder nicht.

 

Kategorie Literatur

Fredrik Sjöberg wurde für seine autobiografische Trilogie ausgezeichnet.

 

Darin beschreibt er die Freude des Sammelns von toten und noch halbwegs lebenden Fliegen.

 

Kategorie Frieden

In  dieser  Kategorie   gewinnen   Wissenschaftler aus Kanada und den USA.

 

In ihrer Studie beschäftigten sich mit der Frage, wie pseudo-tiefgründiger Unsinn von Menschen wahrgenommen wird und ob sie es bemerken, dass es Unsinn ist.

 

Kategorie Perfektion

Dieser Preis geht an die Japaner Atsuki Higashiyama und Kohei Adachi.

 

Sie hatten untersucht, ob Gegenstände anders aussehen, wenn man seinen Oberkörper nach vorne beugt und sie zwischen den eigenen Beinen hindurch betrachtet.

 

 

© Fernando Calvo

 

 

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