24.08.2019

Expedition liefert neue Aufnahmen vom »Titanic«-Wrack

Eine neue Expedition besuchte die letzte Ruhestätte des berühmten Schiffes »Titanic«, das sich in rund 3.800 Metern Tiefe auf dem Grund des Atlantiks befindet.

 

Mit einer Gesamtlänge von knapp 270 Metern und Kabinen für 1.300 Passagiere galt die »RMS Titanic« der White Star Line Rederei zur Zeit ihrer Indienststellung im Jahre 1911 als das größte Passagierschiff der Welt. Unter britischer Flagge lief sie am 10. April 1912 im Hafen von Southampton zu ihrer Jungfernfahrt nach New York City aus. Während ihrer Reise kollidierte sie in der Nacht auf den 15. April 1912 etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland seitlich mit einem Eisberg und sank 3.840 Meter tief in den Atlantik. Seitdem ruht das Wrack am Meeresboden und erinnert demütig an die Katastrophe, die über 1.500 Menschenleben gefordert hatte.

Seit der Entdeckung des Wracks am 1. September 1985 gab es im Laufe der Jahre verschiedene Expeditionen zum gesunkenen Luxusdampfer, darunter auch von Filmregisseur James Cameron, der dort einige Aufnahmen für seinen in 1998 gedrehten Kultfilm »Titanic« machte. Nun unternahmen Forscher um Victor Vescovo vom »Caladan Oceanic« in Zusammenarbeit mit »Atlantic Productions« die erste Tauchfahrt seit 14 Jahren zum Wrack  und ihre Aufnahmen offenbaren, wie sehr sich der Zustand in dieser kurzen Zeit verschlechtert hat.

 

Einige Teile des Schiffes laufen bereits Gefahr, sich für immer im Wasser aufzulösen. Am stärksten scheint der Rumpf auf der Steuerbordseite betroffen zu sein, in dessen Nähe sich die Offiziersunterkünfte des Schiffes befanden. „Das ganze Deck auf dieser Seite bricht zusammen und die Zerstörung wird weiter fortschreiten“, wird der Titanic-Historiker Park Stephenson im The Telegraph zitiert. „Die Badewanne des Kapitäns ist eines der Lieblingsmotive für Titanic-Liebhaber, doch die ist jetzt verschwunden.“

Und der Verfall des Wracks schreitet immer schneller voran, denn die Meeresströmung, Korrosion sowie Bakterien machen auch bei diesem historischen Artefakt keine Ausnahme und so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es sich bis zu Unkenntlichkeit aufgelöst hat. „Der Zustand des Wracks wird sich im Laufe der Zeit weiter verschlechtern, das ist aber ein natürlicher Prozess", erklärt die Wissenschaftlerin Lori Johnson. Hauptsächliche Ursache dürfte eine spezielle Bakterienart sein, die sich von dem Eisen der Schiffswände ernährt. Sie wurde bereits vor einigen Jahren in der Rost-Schicht auf dem Wrack entdeckt und entsprechend auf den Namen Halomonas titanicae getauft.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Atlantic Productions

 

VIDEO:

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