30.07.2016

Heute Nacht im TV: 7.600-Meter-Sprung ohne Fallschirm

Als Felix Baumgartner sein spektakulärer Sprung »aus dem All« gelang, war Luke Aikins noch der Mann im Hintergrund. „Luke ist das Testobjekt der Mission. Er bringt sich absichtlich in Worst-case-Szenarien. Er arbeitet außerdem direkt mit Felix zusammen während eines intensiven Lufttrainings“, beschreibt der Sponsor Red  Bull  die  Aufgabe  von  Aikins bei  Baumgartners  spektaku-

lärem Sprung aus fast 39.000 Metern Höhe im Oktober 2012.

 

Nun rückt Aikins aus dem Schatten Baumgartners. Am Samstag, 30. Juli, wird er zwar nur aus 7.600 Metern springen, allerdings ohne Fallschirm. Er will in einem 20 Stockwerke hohen Netz landen, das in der kalifornischen Wüste aufgespannt ist. „Ich nehme das sehr ernst. Das ist kein Witz“, zitiert ihn der Guardian. Aikins wäre der erste Mensch, der absichtlich ohne Fallschirm aus einer solchen Höhe springt. Zwar gab es schon Sprünge ohne Fallschirm aus dieser Höhe. Der Springer ließ sich dann aber im Fall einen Fallschirm reichen. Die  höchste  Fallgeschwin-

digkeit für Aikins wird mit 120 Meilen pro Stunde angegeben. Das sind 193 Kilometer pro Stunde.

 

Vor dem Sprung testet Aikins mit 220 Pfund (knapp 100 Kilogramm) schweren Dummies. Die Bewegtbilder auf Facebook geben einen Eindruck von der Wucht, mit der er in das Netz fallen wird. Bei einem der Tests riss das Netz. Ein von Aikins engagierter PR-Mann erinnert sich: „Luke sagte nur: Keine große Sache. Darum testen wir ja.“

 

Aikins ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Nach eigenen Angaben hat er 18.000 Fallschirmsprünge hinter sich. „Ich weiß, es gibt dieses Stereotyp von Extremsportlern als verrückten Jungs, mit einer Egal-ob-ich-lebe-oder-sterbe-Haltung. Aber das bin ich nicht“, sagte er People.com in einem Porträt, das er selbst auf Facebook teilte.

 

Der Sprung am Samstag um 18 Uhr Ortszeit (2 Uhr morgens am Sonntag deutscher Zeit) wird in den USA live vom Sender Fox übertragen. Er wird voraussichtlich zwei Minuten dauern. Insgesamt soll die Sendung mit dem Titel »Heaven Sent« (Vom Himmel geschickt) eine Stunde dauern. Fox warnt ausdrücklich davor, den Stunt selbst auszuprobieren.

 

Das wäre ohnehin nicht einfach. Aikins' Team musste etwa lange nach dem idealen Ort suchen und hat Landeplätze etwa in Arizona oder Dubai erwogen und verworfen. Nun springt er nördlich von Los Angeles ab bei einer alten Film-Ranch, die unter anderem als Kulisse für den Film »Transformers« diente. Das Netz schwebt 60 Meter über dem Boden und hat eine Größe von 30 mal 30 Metern.

 

 

Quelle: shz.de, Foto: Luke Aikins

 

 

UPDATE:

Der Skydiver Luke Aikins hat es geschafft! Ein Video dokumentiert seinen spektakulären freien Fall aus 7.600 Metern Höhe.

 

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