08.04.2017

»Mowgli-Girl« entdeckt - Mädchen lebte mit Affen im Wald

Eine Gruppe Holzfäller, die in einem abgelegenen Gebiet Indiens arbeitete, machte eine Entdeckung, die sie sofort an das Dschungelbuch erinnerte: Sie fanden im Wald ein kleines Mädchen inmitten einer Horde Affen, mit denen sie offenbar lebte.

 

Das achtjährige Kind wurde vor zwei Monaten in der Bahraich-Region nahe der Grenze zu Nepal aufgefunden. Als die von den Waldarbeitern alarmierten Polizeibeamten dort antrafen und sich dem auf allen Vieren kriechenden Mädchen annäherten, wurden sie von ihr affenmäßig angekreischt. Sie war fast nackt und völlig unfähig, wie ein Mensch zu sprechen. Ihre Ellbogen und Beine wiesen zwar zahlreiche Wunden auf aber gemäß der indischen Behörden schien sie dennoch sehr »gut und gerne« zusammen mit den Tieren zu leben, schreibt die New York Post.

 

„Sie hatte Angst vor uns. Sie konnte weder richtig sprechen noch richtig hören und sie war von drei Affen umgeben. Sie sah sehr geschwächt aus und war sehr hungrig. Wir gaben ihr etwas zu essen. Sie sah miserabel aus. Hätten wir sie nicht gerettet, hätte sie bestimmt von anderen Tieren gefressen werden können", sagte Polizeiinspektor Ram Avtar gegenüber Cover Asia Press. Die Retter gaben dem Mädchen den Spitznamen »Mowgli-Girl«, in Anlehnung an den Jungen in Rudyard Kiplings Klassiker »Das Dschungelbuch«, der im indischen Dschungel unter Wölfen aufgewachsen war.

Man vermutet, dass das Mädchen von ihren Eltern im Wald ausgesetzt wurde, sagte Avtar. Als sie zurück in die Zivilisation gebracht und in ein Krankenhaus gebracht wurde, hatte sie große Schwierigkeiten, sich anzupassen, fügte er hinzu. Sie war äußerst verängstigt und gewalttätig und aß ihr Essen nur vom Boden. Und der behandelnde Arzt Dr. Dinesh Singh sagte ergänzend: „Als sie hier aufgenommen wurde, hatte sie Angst vor uns und sie verhielt sich ständig wie ein Tier, wie Affen. Wir haben uns um sie gekümmert, sie gebadet, ihr zu Essen gegeben und gereinigt, sie litt an Unterernährung. Sie wird wohl das gegessen haben, was auch die Tiere aßen. Sie wird manchmal wütend, und wir müssen sie beruhigen."

 

Die Behörden versuchen, ihre Familie ausfindig zu machen, um herauszufinden, wie lange das Mädchen tatsächlich allein in der Wildnis verbracht hat. Anschließend wird sie dem Kinder-schutzbüro der Regierung überstellt. Dr. Singh erklärt, dass sie sich allmählich erholt: „Sie hat Narben auf ihrer Haut, die aus- sehen, als hätte sie schon lange mit Tieren gelebt. Jetzt geht es ihr besser, ist gesund und macht Fortschritte."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Cover Asia Press

 

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