29.09.2015

China: 150.000 Jahre alte, rätselhafte Metallrohre

Am 19. Juni 2014 berichtete die staatliche chinesische Agentur »Xinhuanet« von einem überraschenden Fund in der Umgebung des Qinghai-Sees in China. Dort hatte man scheinbar Rohre entdeckt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn sie sind rund 150.000 Jahre alt und aus einer Zeit, als es noch offiziell keine Hochkulturen gab.

 

Diese Rohre sehen wie Leitungen aus und befinden sich auf dem Grund des Qinghai-Sees im Qaidam-Becken bei der Stadt Delingha. Aber auch entlang seines Ufers verstreut und sogar teilweise tief in den Berg Baigong hinein findet man diese mysteriösen Eisenrohre. Von der einheimischen Bevölkerung wird dieses Gebiet als »die Überbleibsel von ET« bezeichnet. Genauer gesagt, ist mit »Überbleibsel« eigentlich eine etwa 60 Meter hohe Struktur gemeint, die sich am Südufer eines Salzwassersees befindet. Er ist einer von zwei Seen, die als »Zwillingsseen« bezeichnet werden und von dem der andere ein Süßwassergewässer ist.

 

An der Vorderseite der Pyramide gibt es drei Höhlen mit drei- eckigen Eingangsöffnungen, wobei mittlere Höhle die größte ist. Sie hat eine sechs Meter hohe Decke, ist sechs Meter tief und in ihrem Innern befindet sich eine kreisrunde Rinne von 40 Zentimetern Durchmesser, die von der Decke bis zum Ende der Höhle in den Berg führt. Ein zweites Rohr desselben Durch-messers führt in den Boden hinein und weist auf eine hochentwickelte Befestigungstechnik hin, denn man kann nur das oberste Ende aus dem Boden herausragen sehen. Oberhalb dieser Höhle gibt es noch zahlreiche weitere Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern, die ebenfalls in den Berg führen und wie die Felsen um sie herum eine rötlich-braune Farbe aufweisen.

 

Die anderen zwei Höhlen sind nicht mehr begehbar, da sie eingestürzt sind. In der Nähe der drei Höhlen sowie an den Ufern des Salzwassersees liegen verstreut viele rostige Metallfragmente, Rohre mit verschiedenen Durchmessern und äußerst ungewöhnlich geformte Steine. Einige dieser Rohre führen direkt in den See. Die Analyse der Metallrohre ergab, dass sie zu 30% aus Eisenoxid mit einem hohen Anteil an Silikondioxid sowie Kalziumoxid bestehen und 8% des Metalls nicht identifiziert werden konnte. Die Thermolumineszenz-Datierung wies ein Alter von 150.000 Jahren für die Metallrohre aus und passt überhaupt nicht zu der bisher gängigen Lehrmeinung, dass die erste Besiedelung der Gegend erst vor 30.000 Jahren stattfand. Welche Zivilisation lebte also vor rund 150.000 Jahren in dem Gebiet des chinesischen Qaidam-Beckens und hat diese Metallrohre hergestellt und verlegt – und zu welchem Zweck?

 

 

© Fernando Calvo



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