12.05.2017

Baby-Dinosaurier konnte endlich identifiziert werden

Ein in China gefundenes Fossil eines Dinosaurier-Babys konnte nach über einem Vierteljahrhundert nun endlich offiziell identi-fiziert werden.

 

Das gut erhaltene fossile Skelett eines Baby-Dinosauriers, das man damals den Kosenamen »Baby Louie« gab, wurde bereits 1993 inmitten einiger großer, versteinerten Eier in Chinas Henan-Provinz entdeckt. Da zwischen den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren Tausende von Dinosaurier-Eiern von den Farmern in Henan gefunden und teilweise illegal verkauft wurden, gelangte auch Baby Louie auf dubiose Wege nach Nordamerika. Dadurch verhinderten ungeklärte rechtliche Eigen-tumsverhältnisse, dass eine wissenschaftliche Analyse durch-geführt werden konnte. So blieb der Embryo im Ei ein bis heute nicht näher bestimmtes Fossil, das auf seine Identifizierung wartete.

»Baby Louie«
»Baby Louie«

Nachdem die Volksrepublik China das versteinerte Nest 2013 zurück erhielt, konnte ein chinesisch-kanadisches Paläonto-logenteam die lang ersehnte Analyse an dem 38 cm großen Dino-Skelett vornehmen. Die Ergebnisse ihrer Studie haben die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Communications veröffentlicht und berichten, dass es sich bei Baby Louie um einen Beibeilong sinensis (Chinesischer Baby- Drache) handele, der zur Gruppe der Oviraptorosauria gehört.

 

Oviraptorosauria lebten vor rund 89 bis 100 Millionen Jahren und gehörten zu den eher kleinen bis mittelgroßen Vertretern der Raubsaurier. Die Tiere ähnelten mit ihrem Federkleid und Kopf eher Vögeln als Saurier und verfügten auch nicht über scharfe Zähne wie andere Raubsaurier, sondern besaßen einen besonders scharfschneidigen, Papageien-artigen Schnabel. Zudem besaß er sehr kräftige Beine mit großen, scharfen Krallen. Man hat zwar bislang noch kein ausgewachsenes Exemplar gefunden, doch anhand der Größe ihrer Eier und anderer Parameter berechneten die Wissenschaftler, dass ein Beibeilong sinensis bis zu acht Metern groß und rund drei Tonnen schwer gewesen sein dürfte.

 

Die bis zu 45 Zentimeter großen Eier wurden jetzt auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und können im Geologischen Museum von Henan besichtigt werden.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Darla Zelenitsky, Zhao Chuang

Rekonstruktion eines Beibeilong sinensis beim Brüten der Eier
Rekonstruktion eines Beibeilong sinensis beim Brüten der Eier

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