23.04.2019

Forscher wollen 42.000 Jahre altes Pferd klonen

Russischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Blut aus einem 42.000 Jahre altem Pferd zu extrahieren, dessen Überreste sich sehr gut im sibirischen Permafrost erhalten hatten.

 

Das Fohlen weist eine Schulterhöhe von 98 cm auf und wurde bereits im August 2018 im Permafrost des Batagaika-Kraters entdeckt, einer Thermokarst-Vertiefung von einem Kilometer Länge und etwa 100 Metern Tiefe in der nordostsibirischen Taiga, in der russischen Republik Sacha. Nun wurden die detaillierten Untersuchungsergebnisse des Tieres veröffentlicht und man vermutet, dass es sich um eine ausgestorbene Pferdeart handelt, die als Lenskaja-Rasse bezeichnet wird.

 

 

Dass die Überreste derart gut erhalten geblieben sind, ist auf die günstigen Umstände zurückzuführen, unter denen das Tier vor 42.000 Jahren starb. „Unsere Studien haben gezeigt, dass das Fohlen zum Zeitpunkt des Todes zwischen ein und zwei Wochen alt war, so dass es erst kurz zuvor erst geboren wurde", erklärte Semyon Grigoryev, Leiter des Mammutmuseums in Jakutsk, gegenüber der Siberian Times. „Wie schon bereits bei früheren Funden wirklich gut erhaltener Überreste prähistorischer Tiere, war auch hier Ertrinken im Sumpf die Todesursache, der später zufror und zu Permafrost wurde. Das Fohlen hat in den letzten Sekunden seines Lebens viel Schlamm und Schlick geschluckt, den man in seinem Magen-Darm-Trakt nachweisen konnte.“

 

Bei der genauen Untersuchung durch Wissenschaftler der Nordost-Bundesuniversität in Yakutsk und der südkoreanischen Sooam Biotech Research Foundation konnte festgestellt werden, dass bei dem Fohlen nicht nur das Fell und die Organe gut konserviert geblieben sind, sondern - nach neuesten Erkenntnissen - in seinen Herzklappen sogar noch flüssiges Blut vorhanden war. Nun hoffen die Forscher, diese Pferdeart klonen zu können, indem sie lebensfähige Körperzellen extrahieren und züchten.

 

Wenn dies gelingen sollte, wäre dies auch ein wichtiger Schritt zur Wiederbelebung des Wollhaarmammuts. Denn russische Wissenschaftler geben sich bereits seit Jahren sehr optimistisch, dass man dieses ebenfalls ausgestorbene Tier innerhalb des nächsten Jahrzehnts wieder zum Leben erwecken kann. Ihr ehrgeizige Plan zielt darauf ab, nicht nur Wollmammuts, sondern auch einige andere in den letzten 10.000 Jahren ausgestorbene prähistorische Tierarten wie den Höhlenlöwen oder Säbelzahnkatzen wieder auferstehen zu lassen. Dazu versuchen die Forscher der nordöstlichen Föderalen Universität von Ammosov (NEFU) im sibirischen Yakutsk angestrengt, aus Proben von im Permafrost konservierter Spezies noch brauchbare DNA zu extrahieren.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Semyon Grigoryev/NEFU

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