16.03.2018

Sauriersterben begann lange vor dem Asteroidenimpakt

Immer mehr Forscher befürworten mittlerweile die Theorie, dass sich die Dinosaurier bereits lange vor dem Chicxulub-Impakt vor 66 Millionen Jahren vor dem Aussterben befanden.

 

Ohnehin herrscht unter den Experten keine Übereinstimmung darüber, was genau vor 66 Millionen Jahren geschah. Während einige glauben, dass ein Meteoriten- oder Asteroideneinschlag nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatán zu einer Kettenreaktion von Erdbeben, Tsunamis und großen Bränden geführt habe, sind andere der Meinung, dass allein schon der Impakt genügt hätte, insgesamt etwa 70 bis 80 Prozent aller Arten einschließlich der Dinosaurier auszulöschen. Denn schon der Einschlag müsste enorme Massen an Partikel und Rußteilchen in die Atmosphäre hochgeschossen haben, wo sie viele Jahre verblieben und die Sonneneinstrahlung um bis zu 80 Prozent verminderten. Es gibt aber auch Wissenschaftler, die überzeugt sind, dass das Aussterben der Dinosaurier schon bereits lange vor dem Meteoriteneinschlag begonnen hatte.

 

Auch Forscher der britischen Universität Reading stellten 2016 im Fachblatt »PNAS« eine eigene Studie dazu vor, die zum Ergebnis hatte, dass sich die Dinosaurier wahrscheinlich 24 Millionen Jahre vor dem Chicxulub-Impakt in Yukatan bereits auf dem Weg zu ihrem Ende befanden. Die Wissenschaftler hatten drei große Datensätze ausgewertet, die 420 beziehungsweise 614 systematische Gruppen von Dinosauriern umfassten und sie einer sehr umfangreichen statistischen Analyse unterzogen. Die Auswertung belege, dass sich die Artbildungsrate bereits unerwartet früh verlangsamt hatte und schon vor etwa 90 Millionen Jahren das Aussterben der Riesenechsen eingeläutet wurde.

 

Allerdings hatten die drei großen Dinosauriergruppen unterschiedliche Phasen des Unterganges und die erste begann wahrscheinlich schon rund 50 Millionen Jahre vor dem Chicxulub-Einschlag. Die pflanzenfressenden Hadrosaurier und Ceratopsidae hingegen konnten noch etwas länger neue Arten hervorbingen, was vermutlich daran lag, dass sie sehr kräftige Kiefer und Zähne entwickelten und dadurch spezielle Pflanzenarten als Nahrungsquelle erschließen konnten. Aber die Forscher konnten auch bestätigen, dass zwischen der Artbildungsrate und der Höhe des Meeresspiegels tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht, wie bereits vermutete wurde, und als der Meeresspiegel anstieg, viel mehr Arten hervor-gebracht wurden. Das liegt vermutlich daran, dass durch den Anstieg des Wassers die Landmassen voneinander getrennt und die Tierpopulationen isoliert wurden. Das wäre für die Natur natürlich ein Impuls gewesen, neue Arten entstehen zu lassen.

 

Diese Studie bestätige zwar die Theorie, dass die Dinosaurier schon vor dem Impakt ihrem Aussterben entgegensahen aber sie konnte auch nicht klären, warum die weitere Entwicklung der Dinosaurierarten aufhörte. Die Forscher vermuten, dass starke vulkanische Aktivitäten, schwerwiegende Klimaveränderungen oder aber die Konkurrenz mit sich schnell ausbreitenden Tiergruppen wie den Säugetieren ein Grund gewesen sein könnte.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Gerhard Boeggemann

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