10.08.2017

Weltgrößter Dinosaurier wurde endlich katalogisiert

Ein knapp 70 Tonnen schwerer Koloss aus der Gruppe der Titanosaurier wurde offiziell als das größte bekannte Landtier katalogisiert, das jemals die Erde bevölkert hat. Neben diesem Ungetüm muss der furchterregende Tyrannosaurus rex wie ein mickriger Zwerg ausgesehen haben.

 

Seine Überreste wurden eigentlich bereits im Jahr 2012 entdeckt. Damals hatte ein Farmarbeiter auf der La-Flecha-Ranch in Patagonien (Argentinien) eine ganze Reihe von Fossilien gefunden, die das hinzugerufene Paläontologenteam um José Luis Carballido vom argentinischen Museum Paleontolo'gico Egidio Feruglio in Trelew schnell als Dinosaurierknochen erkannten. Dennoch dauerte es noch ganze 18 Monate, bis die Überreste vollständig ausgegraben und abtransportiert werden konnten. Und nun konnte die Riesenechse auch endlich identifiziert werden und mit einem wissenschaftlichen Namen versehen werden: Patagotitan mayorum. Und das war nicht so einfach, denn er ist zwar mit anderen Riesensauriern wie Argentinosaurus, Puertasaurus sowie Notocolossus verwandt, stellte sich jedoch als eigene Art heraus.

Patagotitan mayorum lebte vor rund 100 Millionen Jahren im heutigen Patagonien im Süden Argentiniens, wo es zu jener Zeit sehr warm war und eine üppige Vegetation gedeihte. Er war ein Pflanzenfresser, der zur Gruppe der Titanosaurier gezählt wird und zu Lebzeiten von seiner Schwanzspitze bis zur Schnauze 37 Meter gemessen hat. Damit übertrifft er sogar den bisherigen Rekordhalter Argentinosaurus hiunculensis um gut 10 Prozent. Mit einem Gewicht von 69 Tonnen wog er so viel wie eine vollbesetzte Boeing 737 oder zwölf asiatische Elefanten..

 

Warum allerdings Saurier wie Patagotitan mayorum so enorm groß wurden, ist den Wissenschaftlern noch ein Rätsel. „Es gibt keine Zweifel darüber, dass die Titanosaurier die Obergrenzen für Körpergröße nach oben verschoben und es wird interessant, zu erfahren, welche Anpassungen es entwickelt hat, um mit all dem Druck fertig zu werden, die diese Größe mit sich bringt. Beispielsweise wie es genügend Nahrung oder einen Partner fand", sagte der Paläontologe Stephen Poropat gegenüber Live Science.

 

© Fernando Calvo*, Foto: G. Lio

 

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