27.02.2019

12-Jähriger baut funktionsfähigen Kernfusionsreaktor

Der 12-jährige Jackson Oswalt schaffte das scheinbar Unmögliche, indem er im Gästezimmer seiner Eltern einen kleinen Kernfusionsreaktor baute.

 

Jackson lebt mit seinen Eltern in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee und ist an sich ein ganz normaler Junge, doch anstatt wie seine anderen Altersgenossen viel Zeit mit Videospielen zu verschwenden, beschäftigte er sich lieber mit dem Aufbau und der Funktionsweise von Kernreaktoren. Irgendwann kam ihm die Idee, selbst so einen Reaktor zu bauen und kaufte sich über den Online-Markthändler eBay die dazu benötigten Komponenten.

 

 

„Am Anfang des Prozesses stand, zu erfahren, was andere Leute mit ihren Kernfusionsreaktoren gemacht haben", schilderte der Schüler dem US-Nachrichtensender Fox News. „Danach habe ich eine Liste der Teile zusammengestellt, die ich benötigte. Diese Teile habe ich in erster Linie über eBay bekommen aber oft waren die Teile, die ich von eBay erhalten habe, nicht genau das, was ich wirklich brauchte. Also musste ich sie modifizieren, um tatsächlich in der Lage zu sein, das zu tun, was für mein Projekt notwendig ist."

 

Nach einem Jahr Bauzeit und einiger finanzieller Unterstützung seiner Eltern (zwischen 8.000 und 10.000 US-Dollar) gelang es dem 12-Jährigen schließlich, nur wenige Tage vor seinem 13. Geburtstag, eine Kernfusion zu bewirken. Das gelang ihm, indem er in einer Vakuumkammer zwei Deuteriumgas-Atome in einem Plasmakern mit 50.000 Volt Strom erhitzte und zu Helium verschmelzte. Damit gilt er aktuell als der jüngste Mensch der Welt, der dies erreicht hat.

 

Selbst sein Vater, Chris Oswalt, musste eingestehen, dass er nur sehr begrenzt verstanden hat, was sein Sohn gebaut da eigentlich gebaut hat. „Es war wirklich beeindruckend, als Eltern 12 Monate lang daran teilzuhaben", sagte er stolz. „Ich meine, da war das tägliche Werken, das täglich etwas Neues lernen, das tägliche Scheitern und das Zuschauen, wie er sich durch all diese Dinge arbeitet."

 

Allerdings ist Skepsis angebracht, da es für diese vermeintliche Leistung keine offizielle Bestätigung seitens wissenschaftlicher Institutionen gibt.

 

Bei der Kernfusion, die oft als der Heilige Gral der Stromerzeugung angesehen wird, vollzieht sich derselbe Prozess, der auch die Energie der Sonne erzeugt: Die Verschmelzung von zwei Wasserstoffatomkerne zu Helium. Im Gegensatz zur Kernspaltung, die mit dem inhärenten Risiko einer Kernschmelze verbunden ist, ist die Fusion viel sauberer und sicherer, da keine Treibhausgase oder Nuklearabfall dabei produziert werden und der für den Prozess verwendete Wasserstoffbrennstoff auch noch praktisch unbegrenzt verfügbar ist.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: CC BY-SA 4.0 James Smith39

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