15.07.2019

Erstmals eine Quantenverschränkung fotografiert

Einem Wissenschaftlerteam der School of Physics and Astronomy der University of Glasgow ist es zum weltweit ersten Mal gelungen, eine Quantenverschränkung fotografisch festzuhalten.

 

Einstein bezeichnete die Quantenverschränkung seinerzeit als »Spukhafte Fernwirkung«, da man bei diesem Vorgang ein seltsames Phänomen beobachten kann, das mit der klassischen Physik nicht erklärbar ist: verschränkt man nämlich zwei Teilchen miteinander, dann führt die Zustandsmessung des einen automatisch und unverzüglich zu einer Zustandsänderung des anderen – und dies selbst über große Entfernungen hinweg.

Diese Verschränkung wird nach dem nordirischen Physiker John Stewart Bell als Bell-Zustand bezeichnet. Dieser besagt, dass sich bei einem physikalischen System mit mehreren Teilchen zwischen den Ergebnissen von gleichzeitigen Messungen an mehreren Teilchen so starke Korrelationen zeigen, dass sie im Rahmen der klassischen Physik prinzipiell nicht zu erklären sind.

 

Das Team der Universität Glasgow erklärte, dass sie ein System entwickelt haben, das einen verschränkten Photonenstrom aus einer Quantenlichtquelle auf „nicht-konventionelle" Objekte abfeuert. Diese werden dann auf Flüssigkristallmaterialien dargestellt, wo die Phase der Photonen beim Durchgang verändert wird, um sie fotografieren zu können.

 

„Das Foto, das wir aufgenommen haben, ist die elegante Demonstration einer fundamentalen Natureigenschaft, die zum ersten Mal in Form eines Bildes zu sehen ist", erklärte der beteiligte Forscher Paul-Antoine Moreau stolz gegenüber Sky News. „Es ist ein spannendes Ergebnis, das zukünftig dazu genutzt werden könnte, um das neu entstehende Gebiet der Quantencomputer voranzutreiben und neue Arten der Bildaufzeichnung zu entwickeln."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: School of Physics and Astronomy

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