27.03.2019

Experiment bestätigt:
Es können mehrere Realitäten gleichzeitig existieren

Wissenschaftler des Instituts für Experimentalphysik an der Universität Innsbruck in Österreich konnten mit einem faszinierendem Quantenphysik-Experiment bestätigen, dass die Existenz multipler Realitäten grundsätzlich möglich ist.

 

Die Forschungsarbeit der Physiker um Martin Ringbauer versuchte, eine jahrzehntelange physikalische Frage zu beantworten, die der Physiker Eugene Paul Wigner erstmals in den 1960er-Jahren stellte und als »Wigners Freund« bekannt geworden ist. Es ist eine Erweiterung des Gedankenexperimentes »Schrödingers Katze« und bezieht sich auf das Messproblem der Quantenmechanik. Demnach zeigt sich für einen Beobachter in einem isolierten Labor die Polarisation eines Photons in einem Zustand der Überlagerung, das heißt, seine Polarisation ist horizontal und vertikal zugleich. Sobald der Beobachter die Polarisation jedoch misst, nimmt das Partikel einen festen Zustand an - doch für jemanden außerhalb des Labors, der das Ergebnis der Messungen nicht kennt, befindet sich das Photon weiterhin in einem Zustand der Überlagerung. Für beide Beobachter existiert demnach eine unterschiedliche Realität - obwohl beide Versionen vorhanden sind.

 

 

Nun, einige Jahrzehnte später, haben die österreichischen Wissenschaftler ein Experiment durchgeführt, um Wigners Gedankenspiel auch endlich mal in der Praxis zu testen und zu prüfen, ob in der Quantenphysik mehrere Realitäten gleichzeitig existieren können „Theoretische Fortschritte waren notwendig, um die Aufgabe so zu konzipieren, das sie überprüfbar ist", erklärt Studien-Koautor Martin Ringbauer von der Universität Innsbruck auf Live Science. „Anschließend benötigte die experimentelle Seite Entwicklungen zur Steuerung von Quantensystemen, um es zu implementieren."

 

Ihre detaillierten im Fachjournal arXiv.org veröffentlichten Ergebnisse scheinen zu bestätigen, dass Wigners Beobachtungen tatsächlich auch in der Praxis Bestand haben. „Es scheint, dass Messergebnisse im Gegensatz zur klassischen Physik nicht als absolute Tatsache angesehen werden können, sondern so verstanden werden müssen, dass sie stets im Verhältnis zu dem Beobachter stehen, der die Messung durchgeführt hat", resümiert Ringbauer.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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