20.04.2019

Forscher nähern sich dem Gehirn-Computer-Interface

Ein Wissenschaftlerteam, von denen einige bereits für Elon Musk arbeiteten, haben einen Weg beschrieben, wie man schnell elektrische Leitungen in das Gehirn implantieren kann - ein wichtiger Schritt zum Gehirn-Computer-Interface.

 

Der Prozess, der in einer auf dem Preprint Server biorxiv.org veröffentlichten Studie beschrieben wird, ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines Brain-Computer-Interfaces (BCI), einer Gehirn-Computer-Schnittstelle, mit der menschliche Gehirne direkt mit einem Computer verbunden werden können.

 

 

Die fünf Studienautoren werden zwar mit der Elon Musk‘s Firma »Neuralink Corp« in Verbindung gebracht, doch ein Teil der Forschung geht auf die Zeit vor der Gründung des Unternehmens zurück und es gibt auch in der Studie keine Erwähnung zum Milliardär. Neuralink Corp wurde von Elon Musk mit dem Ziel gegründet, Technologie zu entwickeln, mit der man mittels künstlichen Nervengewebes das menschliche Gehirn direkt mit Computern verbinden kann. Konkret handelt es sich um ein direktes Interface zur Hirnrinde, das über Mini-Elektroden, die im Gehirn implantiert werden, gesteuert wird (wir berichteten).

 

In der Studie nennen die Wissenschaftler ihr neues System eine »Nähmaschine« für das Gehirn. Sie beschreiben, wie sie einer Laborratte ein Stück des Schädels entfernten und ihr eine einzelne Nadel einsetzten, die flexible Elektroden in das Gehirngewebe pflanzte, diese könnte man wiederrum mit einem Computer verbinden. Zwar sei man noch Jahre davon entfernt, dies auch am Menschen zu testen, doch zeige es einen Weg auf, wie man die Gehirntätigkeit mit minimalem Schädeleingriff überwachen und potenziell stimulieren kann.

 

Das könnte einem Unternehmen wie Neuralink ermöglichen, eines Tages eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, auf die Menschen allein mit der Kraft ihrer Gedanken zugreifen können. Sicherlich dürfte es wohl schwierig werden, Freiwillige zu finden, die sich einer solchen Operation unterziehen und sich einen Teil ihres Schädels entfernen lassen würden. Die Wissenschaftler sehen in dieser Technologie jedoch eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit für Menschen, die an Parkinson, Gedächtnisverlust oder anderen Gehirnerkrankungen leiden.

 

Das US-Verteidigungsministeriums scheint auf jeden Fall sehr interessiert daran zu sein, denn ihre Forschungsbehörde »U.S. Defense Advanced Research Projects Agency« (DARPA) unterstützte das Projekt finanziell.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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