22.03.2019

Pentagon will bis 2023 neue Weltraumwaffen entwickeln

Die Leiter der US-Verteidigungsbehörde haben 304 Millionen Dollar beantragt, um ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an Orbitalwaffen finanzieren zu können. Bis 2023 wollen sie die ersten Tests dieser Waffensysteme abgeschlossen haben.

 

Solche Waffen, zu denen Energiestrahlen, Hochleistungslaser sowie neuartige Raketenabwehrsysteme gehören, sind ihren Berichten zufolge unerlässlich, um der Bedrohung durch China, Russland, Nordkorea und dem Iran entgegnen zu können. Deswegen beabsichtigt das Pentagon, zwei Studien durchzuführen: Eine, um zu untersuchen, wie effektiv ein satellitengestützter Laser bei der Deaktivierung feindlicher Flugkörper wäre, die sich noch auf der Startrampe befinden, und eine andere, um zu ermitteln, wie effektiv der Einsatz von Strahlenwaffen wäre, die feindliche Raketen mittels subatomarer Teilchen aufhalten.

 

 

„In Bezug auf die Technologie, die wir heute einsetzen, sind wir einen langen Weg gegangen, bis zu jenem Punkt, an dem ein komplettes All-in-One-System nicht einmal die Größe von drei dieser Konferenzräume hat. Wir glauben, dass wir die Größe einer solchen Einheit sogar soweit reduzieren könnten, dass man sie als Teil einer Nutzlast in die Erdumlaufbahn bringen kann. Das erforderliche Potenzial zur Energieerzeugung und Strahlenformung sowie für den Beschleunigungssensor, der dafür erforderlich ist, um diesen Strahl zu neutralisieren, ist bereits vorhanden, und es gibt schon Technologien, die wir heute zur Miniaturisierung nutzen können.", erklärt ein Beamter des Pentagons auf Defense One.

 

Man muss kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass die erfolgreiche Entwicklung derartiger Waffen in den Händen des US-Militärs sicher auch dazu führen wird, dass sie auch eingesetzt werden. Und entsprechend ist nicht jeder von der Idee begeistert, Raketenabwehrsysteme in die Erdumlaufbahn bringen zu wollen. „Der Einsatz von Abfangjägern im Weltraum wäre eine Katastrophe für die strategische Stabilität", drückt Kingston Reif, Direktor für Abrüstung und Gefahrenreduktion bei der Arms Control Association und ein Kenner der US-Waffensysteme, seine Bedenken aus. „Um die Glaubwürdigkeit ihrer nuklearen Abschreckungsmittel zu gewährleisten, würden Russland und China wahrscheinlich mit dem Bau zusätzlicher und neuer Arten ballistischer Langstreckenraketen sowie solcher Raketen, die auf nicht-ballistischen Flugbahnen fliegen, reagieren. Russland und China könnten auch Maßnahmen ergreifen, um ihre Fähigkeit zur Zerstörung solcher US-Abfangjäger zu verbessern und dadurch die Bedrohung für die US-Assets im Weltraum erheblich erhöhen."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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