19.09.2019

Dyatlov-Pass-Vorfall: Doku rekonstruiert Weg der Opfer

Eine hervorragende neue Video-Präsentation ermöglicht es allen Interessenten, den sprichwörtlichen Weg jener neun Menschen virtuell zu verfolgen, die bei dem so genannten Dyatlov-Pass-Vorfall unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen.

 

Unter dem Titel Dyatlov Group's Journal: The Last Page (deutsch: Dyatlov-Gruppe-Journal: Die letzte Seite) verwendet das interaktive Projekt sämtliche Informationen aus den Tagebüchern der neunköpfigen Gruppe sowie Interviews mit Einwohnern, Ermittlern und Experten, um ihren Weg in den Tod zu rekonstruieren. Außerdem setzte man Drohnen ein, um dem Zuschauer auch die Strecke mit authentischen Aufnahmen näher zu bringen.

 

Während man die Expedition der Studentengruppe virtuell verfolgt, werden zwischendurch auch originale Tagebucheinträge, persönliche Fotos und Videosegmente der Opfer gezeigt und es werden verschiedene Theorien darüber untersucht, was zu ihrem verhängnisvollen Tod geführt haben könnte.


Die Fakten zum Dyatlov-Pass-Vorfall

Im Jahre 1959 machte sich eine zehnköpfige russische Studentengruppe zu einer Expedition auf, die von ihrem Studiengenossen Igor Dyatlov geleitet wurde und zu dem Berg Otorte im Ural führen sollte. Lediglich einer kam wieder lebend zurück, weil er die Gruppe aus gesundheitlichen Problemen frühzeitig verlassen musste, die anderen sieben Männer und zwei Frauen fanden in der eisigen Wildnis einen grausamen und mysteriösen Tod.

 

Die Studenten waren am 27. Januar in dem kleinen Dorf Vishay, am Fuße der Berge, gestartet und beabsichtigten, am 12. Februar dorthin wieder zurückzukommen. Als ihre Rückkehr überfällig wurde und es keinerlei Lebenszeichen von ihrem Verbleib gab, wurde am 20. Februar eine Vermisstenanzeige aufgegeben und ein Suchtrupp zusammengestellt. Er bestand aus Studentenkollegen der Verschollenen, Polizei und dem Militär und gemeinsam wurde mit Unterstützung von Hubschraubern und Flugzeugen das gesamte Gebiet abgesucht, in denen die Studenten gemäß ihrer geplanten Route unterwegs gewesen waren.

 

Am 26. Februar fanden die Suchtrupps schließlich das verlassene Lager der Gruppe am Hang des Berges Kholat Syakhl. Die Zelte wiesen Beschädigungen auf und die Studenten schienen ihr Lager fluchtartig verlassen zu haben, denn ihre gesamte Ausrüstung befand sich noch dort. Der Suchtrupp konnte in etwa einem Kilometer Entfernung die Leichen von Georgyi Krivonischenko und Yuri Doroshenko im Schnee entdecken. Seltsamerweise trugen sie trotz Temperaturen um die Minus 30 Grad nur ihre Unterwäsche an ihrem Körper und es machte den Eindruck, als wenn sie in Panik aus dem Zelt und um ihr Leben gelaufen wären. Offensichtlich hatten sie noch versucht, auf eine Kiefer zu klettern, um Schutz zu suchen, denn die Bäume wiesen entsprechende Spuren auf.

 

Etwa 300 Meter von diesen Kiefern entfernt fand man den Leichnam von Igor Dyatlov, nach weiteren 480 m den von Rustem Slobodin und schließlich 630 m weiter den leblosen Körper von Zinaida Kolmogorova, allesamt ebenfalls nur sehr spärlich bekleidet. Erst am 4. Mai konnte man dann auch die Leichen der vier anderen Mitglieder bergen, die unter einer rund vier Meter dicken Schneedecke 75 m weiter im Tal begraben lagen. Sie hatten zwar etwas mehr Bekleidung an ihren Leibern, sie bestand aber offenbar aus Stofffetzen und Kleidungsstücke der anderen Toten. Alle Leichen wiesen schwere Verletzungen auf, einem Studenten hatte man zudem die Augen entfernt und einer Studentin die Zunge. Doch was war den neuen Studenten zugestoßen? Warum verließen sie fast unbekleidet ihre Zelte und flüchteten in die todbringende Kälte? Warum wurden ihre Körper derartig verstümmelt?

 

Nun, die staatlichen Behörden verdächtigten zuerst das Volk der Mansen, dass in der Nähe lebt und dessen heiliges Gebiet die Studenten betreten hatten, doch man konnte ihnen nichts beweisen und sie selber bestritten so ein Massaker angerichtet zu haben. Schließlich wurde der Fall von der Sowjet-Regierung nach nur vierwöchiger Untersuchung für abgeschlossen erklärt und gilt seither als ungelöstes Rätsel.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Public Domain

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