07.10.2019

Experten rätseln über den Feuerball von Chile

Der Feuerball, der vorletzte Woche in Chile vom Himmel fiel und in dem Gebiet eine Reihe von kleineren Bränden auslöste, bleibt vorläufig ein Rätsel.

 

Das Ereignis erregte in den lokalen Medien große Aufmerksamkeit, als am 25. September mehrere Einwohner auf der Insel Chiloe im Süden Chiles ein feuriges Objekt meldeten, das auf die Erde zu stürzen schien. Anfänglich wurde der Zwischenfall nur als ein gewöhnlicher Meteor betrachtet, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte, allerdings nahm der Fall eine seltsame Wendung, als die chilenischen Behörden ihre Zweifel äußerten und bekannt gaben, dass dies nicht der Fall sein könnte.

Denn wie cnet.com schreibt, hat der Abschlussbericht vom Nationaldienst für Geologie und Bergbau des Landes (National Geology and Mining Service of Chile) ergeben, dass die Untersuchung der sieben Stellen, an denen aufgrund der sprichwörtlichen nicht identifizierten Flugobjekte Brände ausgebrochen waren, „keinerlei Überreste, Spuren oder Nachweise für einen Meteoriten" finden konnte. Nun sei geplant, Bodenproben zu analysieren, die von den Standorten entnommen wurden, in der Hoffnung, dass darin ein Hinweis darauf gefunden wird, was hinter dem rätselhaften Vorfall steckt.

 

Die Ermittler sprachen auch mit den Einwohnern der Gegend, die aussagten, sie hätten weder den eigentlichen Sturz des vermeintlichen Objekts gesehen noch entsprechende Geräusche gehört, die mit dem Einschlag eines solchen Körpers verbunden wären. Diese Aussagen in Verbindung mit den Untersuchungsergebnissen der Brandstellen lassen die Experten einen Meteoriten als Ursache ausschließen.

 

Auch die Theorie, dass es sich bei dem Feuerball um Weltraumschrott handelte, der beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte, könnte als mögliche Erklärung fallen gelassen werden, da der Astronom, Jonathan McDowell von der Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, USA, es ebenfalls ausschließt. McDowell hat solche Objekte in Erdorbitnähe verfolgt und erklärt auf Twitter, dass „ich keine offensichtlichen Weltraumschrott-Kandidaten sehen kann". Er gab jedoch zu, dass es manchmal auch einige Tage dauert, bis relevante Daten bei ihm eintreffen.

 

Die chilenischen Behörden ihrerseits sagen, dass die detaillierten Ergebnisse ihrer Bodenprobenanalyse sowie das Resultat ihrer Untersuchung zum rätselhaften Vorfall in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden sollen.

 

© Fernando Calvo*

Foto: National Geology and Mining Service of Chile

Ein chilenischer Beamter bei der Entnahme einer Bodenpobe.
Ein chilenischer Beamter bei der Entnahme einer Bodenpobe.

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