17.05.2019

Ist das mysteriöse Voynich-Manuskript entschlüsselt?

Der britische Sprachforscher Dr. Gerard Cheshire von der Universität Bristol glaubt, dass er das Rätsel des mysteriösen Voynich-Manuskriptes gelöst habe und der Text in einer ausgestorbenen Sprache des Mittelalters verfasst worden sei.

 

Das Voynich-Manuskript ist ein rätselhaftes, unlesbares Buch, das erstmals 1912 vom Buchhändler Wilfrid Voynich in einem italienischen Kloster entdeckt wurde und irgendwann in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden sein muss. Auf seinen 240 Seiten befinden sich zahlreiche Abbildungen uns unbekannter Pflanzen, rätselhafter mechanischer Vorrichtungen sowie astronomischer Muster und seltsamer Frauengestalten. Das macht ihn zu dem wohl bekanntesten ungelösten Kryptogramm der Welt.

 

 

Das Knacken dieses mysteriösen Codes gestaltet sich derart schwierig, dass sogar die Experten der CIA und NSA daran scheiterten und der renommierte Kryptologe Gordon Rugg spekulierte, dass das Manuskript lediglich als Scherz entworfen sein könnte, um die Büchersammler des 15. Jahrhunderts zu täuschen. Seit 1969 befindet es sich in der Beinecke Rare Book & Manuscript-Bibliothek der US-amerikanischen Universität Yale.

 

Im Laufe der Zeit haben viele Wissenschaftler und Experten versucht, die Fragen zu klären, was der codierte Text enthält sowie wer der Verfasser des rätselhaften Buches gewesen sein könnte, doch außer einiger spekulativen Theorien konnten keine zufriedenstellende Antworten gefunden werden. Erst 2017 verkündete die Autorität für klassische esoterische Schriften, Dr. Stephen Skinner, dass er bei seiner Analyse des Manuskriptes zu dem Ergebnis gelangt sei, dass es einen jüdischen Verfasser gehabt haben muss (wir berichteten). In 2018 bestätigte Greg Kondrak, ein auf künstliche Intelligenz spezialisierter Informatiker der University of Alberta in Kanada, dass er und ein Kollege ebenfalls zu dem Resultat gekommen wären, dass das Buch jüdischen Ursprungs sei (wir berichteten).

 

Auch der Experte für romanische Sprachen, Dr. Gerard Cheshire, hat sich mit dem Voynich-Manuskript beschäftigt und glaubt, Spuren zum Autor entdeckt zu haben. Wie er im wissenschaftlichen Fachjournal Romance Studies ausführlich dokumentiert, habe er erkannt, dass dieser Text im Grunde gar nicht codiert, sondern nur in einer ausgestorbenen und völlig vergessenen alten Sprache und Schriftsystem verfasst wurde: Protoromanisch - einem Vorläufer der heutigen romanischen Sprachen wie Italienisch, Französisch, Spanisch oder Portugiesisch.

 

Es sei das einzige Zeugnis für diese Sprache, das ihm bekannt sei und es enthalte unter anderem Informationen über Heilpflanzen, Astronomie, Fortpflanzung sowie Kindererziehung. Dominikanische Nonnen könnten es auf Castello Aragonese, einer Festung in der Nähe der italienischen Insel Ischia, für Maria von Kastilien, der Königin von Aragon (1401 bis 1458), geschrieben haben.

 

Dr. Cheshire hofft, dass seine Studie dazu beitragen kann, dass sich Wissenschaftler nun des Manuskriptes annehmen und es vollständig analysieren.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Yale University

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