10.01.2019

Kuba: Neue Erklärung zum Rätsel der »Schallwaffe«

Wissenschaftler haben eine neue Erklärung für die rätselhaften Töne gefunden, die bei US-Diplomaten in Havanna zu seltsamen Hirnanomalien geführt haben sollen.

 

Dieses mysteriöse Phänomen wurde erst im August 2017 von der US-Regierung als solches erkannt - ganze neun Monate nach dem ersten Vorfall (wir berichteten). Bisher gab es keine offizielle Erklärung dazu und obwohl bereits das FBI, die US-Nachrichtendienste sowie US-Geheimdienste ihre Ermittlungen aufgenommen haben, konnten sie keinerlei Hinweise darauf finden, was die Ursache oder die Quelle für diese rätselhaften Symptome sind.

 

 

Diese Angriffe, die auch mittels »Schallwaffen« erfolgten, waren direkt auf die Hotelzimmer der US-Diplomaten gerichtet und riefen eine Reihe von Symptomen hervor, darunter Hörverlust, Tinnitus, Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, visuelle Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, kognitive Probleme sowie Schlafstörungen. Aus diesem Grund zog die US-Regierung Anfang Oktober vorerst 60 Prozent ihres Botschaftspersonals aus Kuba ab und forderte ihre Bürger auf, Reisen in das Land zu meiden, was die Beziehungen zwischen beiden Ländern deutlich verschlechterte.

 

Im Dezember 2017 bestätigten verschiedene US-Behörden schließlich, dass Ärzte bei einigen Opfer der Schallangriffe Veränderungen in jenen Abschnitten der Weißen Substanz (WS) entdeckt hätten, die dafür verantwortlich sind, dass verschiedene Teile des Gehirns miteinander kommunizieren können (wir berichteten). Im März 2018 behaupteten Informatiker von der University of Michigan wiederrum, dass sie die Quelle dieser quälenden Töne in der Kombination verschiedener Ultraschallquellen sehen (wir berichteten)

 

Nun glauben US-amerikanische und britische Biologen ebenfalls, das Rätsel möglicherweise gelöst zu haben und haben ihre Studie auf dem Preprint-Server für die Biowissenschaften BioRxiv veröffentlicht sowie auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Society for Integrative and Comparative Biology (SICB) vorgestellt. Ihrer Ergebnisse nach wären für diese so genannten »Angriffe« ganz harmlose Indische Kurzschwanzgrillen (Anurogryllus celerinictus) verantwortlich, die dort heimisch sind.

Sie argumentieren, dass sie die von den ehemaligen Mitarbeitern der Botschaft vorgelegten Tonaufzeichnungen der Geräusche, mit dem Zirpen Indischer Kurzschwanzgrillen verglichen hätten und sie bis ins kleinste Detail übereinstimmen würden - und zwar sowohl in Dauer, Pulsfolgefrequenz, Leistungsspektrum, Pulsfrequenz-stabilität sowie Schwingungen pro Puls.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: U.S. Department of State

 

Unten: Hörprobe der vermeintlichen »Schallwaffe«

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