10.05.2019

Rätsel um Wasserschwund eines schottischen Sees

Ein idyllischer See in den schottischen Highlands verschwindet allmählich und niemand hat eine gesicherte Antwort darauf.

 

Mit seiner ruhigen Umgebung und dem fotogenen Bootshaus ist der See Loch Vaa bei Aviemore seit langem ein beliebtes Ziel für Angler, Künstler und Fotografen. Doch in jüngster Zeit scheint der See mit alarmierender Geschwindigkeit sein Wasser zu verlieren und löst damit sowohl bei den Einwohnern als auch Besuchern ein großes Rätselraten aus, denn bisher hat man keine zufriedenstellende Erklärung dafür gefunden.

 

 

Brian O'Donnell, der bei der Erhaltung des Fischbestands am See mithilft, bemerkte erst, dass etwas nicht zu stimmte, als er im September letzten Jahres den See mit Braun- und Regenbogenforelle auffüllen wollte. „Bis Mitte September konnten wir zum Angeln keine Boote benutzen", schilderte er gegenüber den BBC News den drastischen Wasserverlust des Sees. Bisher ist der Wasserstand um 1,4 Meter gesunken, und schätzungsweise 132,5 Millionen Liter Wasser verschwunden. „Es ist ein vom Frühling gespeister See, es gibt keine Zuflüsse, also scheint etwas unter der Erdoberfläche zu geschehen", vermutet O'Donnell. „Es ist fast so, als hätte jemand den Stöpsel gezogen."

 

Einige sehen die Ursache in der schottischen Behörde für Wasser- und Abwasserdienstleistungen (SEPA), die um Kosten zu sparen, in Aviemore ein Bohrloch gegraben hat. Doch deren Hydrologie-Spezialisten weisen jede Schuld von sich, da die große Entfernung zu ihrem Bohrloch von sechs Kilometern diesen Schaden praktisch nicht verursacht haben kann.

 

Der SEPA-Sprecher wies darauf hin, dass sich das Loch Vaa in einer Region befindet, der man für dieses Jahr bereits eine potenzielle Gefahr der Wasserknappheit vorausgesagt hatte. „Zwar wird Schottland allgemein als ein feuchtes Land angesehen, dennoch kann es anfällig für Trockenperioden sein, was in einigen Gebieten auch zu Belastungen für die Umwelt und die Wassernutzer führen kann. Der Winter 2018-19 war im Vergleich zu den langfristigen Durchschnittsbedingungen relativ trocken. Es gab in den letzten Wochen einige Niederschläge, aber da der Loch Vaa weitgehend vom Frühlingsregen versorgt wird, reagiert er nicht genauso auf Niederschläge, wie es ein von Flüssen gespeister See tun würde", erklärte er.

 

Eine offizielle Erklärung für den Wasserverlust des Sees wurde jedoch bis heute noch nicht geliefert.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Brian O'Donnell

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