16.09.2019

Unterwasserobservatorium spurlos verschwunden

Es gibt viele Filme, die von den trüben und geheimnisvollen Tiefen des Ozeans handeln, in denen eine monströse Kreatur ihr Unwesen treibt. Ist eine solche auch für das Verschwinden eines Unterwasserobservatoriums in der Ostsee verantwortlich?

 

Normalerweise handeln diese Horrorfilme davon, dass weit unter der Meeresoberfläche eine urzeitliche Kreatur lebt, die sich lange unbemerkbar machte ... bis jetzt. Und die Geschichte beginnt dann in der Regel damit, dass Taucher feststellen, dass »irgendetwas Großes« unter Wasser einen gewaltigen Schaden angerichtet hat. Nun, es könnte sein, dass wir aktuell eine sehr reale Version davon erleben - allerdings ohne dieses Urzeitungeheuer (zumindest vorerst). Denn wie die Wissenschaftler GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel auf ihrer Webseite informieren, ist ihr Unterwasserobservatorium auf mysteriöse Weise und plötzlich spurlos verschwunden.

Das Boknis-Eck-Observatorium wurde 2016 vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht in einem Sperrgebiet am Ausgang der Eckernförder am Meeresboden angebracht. Es besteht aus zwei 550 und 220 Kilogramm schwere, etwa Schreibtisch-großen Gestelle, wovon eines mittels eines Kabels mit der Küste verbunden ist und wichtige Daten über die Ostsee übermittelt.

 

„Am 21. August um 8 Uhr 15 stellte es die Datenübertragung ein“, berichtet Boknis-Eck-Koordinator Prof. Dr. Hermann Bange vom GEOMAR. Was zunächst mit einem simplen Übertragungsfehler zu erklären versucht wurde, widerlegte ein Tauchereinsatz zum Unterwasserobservatorium. „Die Geräte waren weg, die Taucher konnten sie nicht mehr finden. Als die Taucher vergangene Woche an der Position des Observatoriums den Meeresboden erreichten, fanden sie nur noch das abgerissene Landkabel. Es war völlig zerfasert“, erklärt Dr. Bange die Situation.

 

Die Kriminalpolizei wurde bereits eingeschaltet, um zu untersuchen, ob Menschen ihre Hand im Spiel hatten, denn da die Geräte so schwer sind, schließen die Experten extrem schwere Stürme, Strömungen oder (normale) Meeresbewohner als Ursache aus. „Wir haben zunächst versucht, mit eigenen Recherchen und weiteren Tauchereinsätzen die Geräte wiederzufinden. Bisher aber ohne Erfolg. Deshalb würden wir uns über Hinweise sehr freuen. Vielleicht hat ja jemand am Morgen des 21. August beim Sperrgebiet ‚Hausgarten‘ in Höhe des Campingplatzes Hökholz etwas beobachtet. Oder jemand findet Teile der Gestelle irgendwo am Strand“, so Dr. Bange in einem Aufruf an die Bevölkerung.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Forschungstauchzentraum der CAU 

Das abgerissene Kabel des Unterwasserobservatoriums.
Das abgerissene Kabel des Unterwasserobservatoriums.

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