24.03.2017

Das »Musée des Vampires«

Inmitten der französischen Gemeinde Les Lilas gibt es einen Kiesweg, der zu einer rot-schwarzen Tür führt, hinter der sich ein gruseliger Garten verbirgt, der wie ein Friedhof gestaltet wurde. Künstliche Fledermäuse und echte menschliche Knochen an den Bäumen vermitteln den Besuchern eine düstere Atmos- phäre und weisen darauf hin: Sie haben gerade das »Musée des Vampires« betreten!

 

Jacques Sirgent ist der Gründer des »Musée des Vampires« und ein exzentrischer aber sehr erfahrener Erforscher des Vampiris- mus und Mythen über Untote. Er eröffnete sein Museum mit dem Ziel, den Besuchern seine Forschungsergebnisse über Vampire und anderen Blutsaugern aus den abendländischen Legenden, die er im Laufe seines Leben gesammelt hat, mit den verschie-densten Exponaten auch visuell vorzustellen. Das Resultat sind seltene Texte und religionsübergreifende Informationen über Dämonologie und die Dogmen die dazu geführt haben. Sirgent ist ein begnadeter Museumsführer, der zu den mysteriösen Reliquien, die er in seiner Sammlung hat, auch sehr lebendig die dazu gehörige Geschichte erzählen kann.

Während die Besucher bequem auf einer Couch aus rotem Samt sitzen, werden sie über die geheimnisvollen, kryptischen Ge- schichte von Paris informiert und erfahren beispielsweise, auf welchen Friedhöfen einst verbotene Vampir-Rituale durchgeführt wurden, wie die mittelalterliche christliche Hierarchie ihren Kreuzzug gegen Sünde und Hexerei führte oder über den seit Ewigkeiten vorherrschenden Aberglauben an Untote. Natürlich kann man dem Hausherrn in einer Diskussionsrunde auch alle Fragen zu dem Thema stellen, die eventuell unbeantwortet blieben.

 

Das Museum bietet aber auch ein großzügiges Angebot an Ausstellungsstücken. Man bekommt beispielsweise einen histo-rischen »Vampir-Kit« zu sehen, das ist ein Kasten mit sämtlichen Utensilien, die man benötigte, um einen Vampir zu töten – also Hammer, Holzpflock, Kruzifix und Weihwasser. Aber auch unzählige seltene Bilder oder Requisiten aus berühmten und weniger bekannten Vampirfilmen und antike Bücher zu dem Thema, die aussehen, als wenn sie sofort zu Staub zerfallen würden, sobald man sie berührt.

 

Und wer möchte, kann die Tour durch das Museum auch mit einem abschließendem Essen in morbider Atmosphäre beenden.

 

 

© Fernando Calvo

 

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