16.06.2015

Der Aswang – Das gefährliche Monster der Philippinen

Seit Jahrhunderten fürchten sich die Menschen auf den Philippinen vor einem gewalttätigen, bösartigen Monster, das Horror und Chaos verbreitet und für eine unermesslichen Anzahl von grausamen, brutalen Todesfällen verantwortlich gemacht wird. Es trägt den Namen Aswang - wird aber wegen der seltsamen Klickgeräusche, die er bei seinen Angriffen auf seine Beute macht, auch Tik-tik oder Sok-Sok genannt. Und seine Beute sind sehr häufig wir, die menschliche Rasse.

 

Obwohl es heißt, dass die Aswangs überall auf den Philippinen leben, werden sie am häufigsten auf Mindanao und der Inselgruppe Visayas gesichtet, dort besonders auf Bohol und Negros. Außenstehende könnten zu der Auffassung gelangen, dass der Aswang lediglich ein Mythos oder Legende wäre, doch viele Menschen auf den Philippinen haben dazu eine ganz andere Meinung, für sie ist die grausame Kreatur nur allzu real. Laut den Überlieferungen sind die meisten Aswangs weiblich, jedoch alles andere als hübsch und verführerisch. Sie sind dürr, abgemagert, haben eine graue, fleckige Haut und milchweiße Augen, die ihre emotionale Kälte wiederspiegeln. Wunden und Beulen bedecken ihre Körper und ein fürchterlicher Gestank von verwestem Fleisch umgibt sie. In der Regel sind sie mit zerlumpter, zerrissener Kleidung bekleidet. Doch Aswangs sind auch Formwandler und können die verschiedensten, tierischen Gestalten annehmen und so wurde sie auch schon als riesiger, schwarzer Hund mit leuchtenden Augen, als zweibeiniger Wolf oder als großes Schwein gesichtet.

 

Doch trotz ihres unförmlichen Aussehens sind die Aswangs sehr sportlich und sind mit der Fähigkeit ausgestattet, enorm schnell laufen zu können und Höhen von fünf Metern oder mehr zu überspringen, wenn sie ihre Opfer verfolgen. Ihre schlimmste Eigenschaft ist aber ihre besondere Vorliebe für das Fleisch von Neugeborenen und Kleinkindern und sie tun alles, um sich die wehrlosen Babys zu holen. Sie brechen mitten in der Nacht still und heimlich in die Häuser ein, schlachten die Kinder und beseitigen ihre Leichen. Zwar sollen Aswangs eigentlich fast jeden Teil des menschlichen Körpers verspeisen, doch scheinen sie die Leber und das Herz als besondere Köstlichkeit zu bevorzugen. Und sollte ein Aswang keine Gelegenheit haben, ein menschliches Opfer zu finden, streifen sie in Friedhöfen und Grabstätten herum und vergreifen sich an die erst kürzlich begrabenen Leichname.

 

Sollte ein Mensch das ungeheure Glück haben, sich von den Klauen dieses Monsters befreien zu können, nützt es ihm nicht viel, falls er zuvor von ihm gebissen wurde. Denn durch den Biss erfolgt eine Infektion, die ihn schnell zu einem Aswang mutieren lässt. Diese Wandlung von Mensch zu Monster ist nicht mehr aufzuhalten, ähnlich wie in den Zombie- oder Vampirfilmen.

 

 

© Fernando Calvo

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