17.08.2017

Frank Drake bereut die Botschaft an Außerirdische

Der Astrophysiker Dr. Frank Drake, der an dem von Carl Sagan geleiteten NASA-Projekt beteiligt war, die berühmten »Voyager Golden Records« zu entwerfen, hält diese an Außerirdische gerichtete Datenplatte mittlerweile für äußerst bedenklich.

 

Als im Jahre 1977 die beiden Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 mit den bestückt wurden, dachte niemand daran, dass die auf diesen Datenplatten gespeicherten Bild- und Audio-Informationen unserer Zivilisation eine Gefahr darstellen könnten. Mittlerweile mehren sich jedoch die Kritiker, die der Ansicht sind, dass es wahrscheinlich nicht so klug gewesen sei, unsere Koordinaten sowie Wissensstand einer uns völlig unbekannten, fremden außerirdischen Lebensform zu offenbaren. Denn man kann nicht ausschließen, dass es im unendlich großen Universum auch feindlich gesinnte außerirdische Zivilisationen existieren, die unseren Planeten ausbeuten könnten und uns auslöschen oder versklaven. Auch Professor Stephen Hawking hatte bereits in 2015 seine Sorge darüber bekundet, dass feindlich gesinnte Außerirdische eine große Gefahr für die Erde darstellen könnten (wir berichteten).

Die Hülle (Golden Record Cover) mit der Gebrauchsanleitung
Die Hülle (Golden Record Cover) mit der Gebrauchsanleitung

Zu diesen kritischen Stimmen gehört auch Dr. Frank Drake, der es mittlerweile bereut, daran mitgearbeitet zu haben, diese jetzt latente Gefahr durch Aliens mitverantworten zu müssen. Wie seine Tochter Nadia Drake im National Geographic schreibt, hält es ihr Vater zwar für wenig wahrscheinlich, dass die Platte mit unseren Koordinaten von Außerirdischen entdeckt wird, da die beiden Sonden sich mit einer Geschwindigkeit von nur rund zehn Kilometer pro Sekunde fortbewegen und sie allein bis zum nächsten Stern eine halbe Million Jahre benötigen würden, doch dies würde die Möglichkeit keineswegs völlig ausschließen. Er erklärte, dass man seinerzeit überhaupt nicht daran gedacht hatte, dass es auch negative Konsequenzen haben könnte, denn man hatte sich nicht mit den möglichen unterschiedlichen Gesinnungen von Außerirdischen beschäftigt.

 

Die Datenplatte ist eine 30 Zentimeter große, vergoldete Scheibe aus Kupfer, auf der außer einer Karte mit unseren Koordinaten und Infos zum Homo sapiens noch Audiodateien mit Grüßen in 55 Sprachen, verschiedene Naturgeräusche wie Wind und Donner, Tiergeräusche sowie Klassik-, Volks-, Rock- und Popmusik aufgezeichnet wurden.

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA/JPL

Datenplatte mit Bild- und Toninformationen
Datenplatte mit Bild- und Toninformationen

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