05.09.2015

Heute vor 50 Jahren: Der Exeter-UFO-Vorfall

Eines der bekanntesten Sichtungen eines unidentifizierbaren Flugobjektes ereignete sich am 3. September 1965 und ging als der »Exeter-Vorfall« in die UFO-Geschichte ein.

 

Es begann in den frühen Morgenstunden des Septembermor- gens in der kleinen, ländlichen Stadt Exeter im US-Bundesstaat New Hampshire. Gegen 00:30 Uhr bemerkte der Polizist Eugene Bertrand nahe dem Highway 108 eine Frau in einem völlig panischen Zustand. Sie hatte ihren Wagen in der Nähe geparkt und stand völlig verängstigt am Straßenrand. Sie erzählte dem Beamten, dass ein UFO mit blinkenden, roten Lichtern sie über mehrere Kilometer hinweg verfolgt habe, dabei zeigte sie auf ein abnehmendes, helles Licht in der Ferne. Bertrand sah es sich unbeeindruckt kurz an, beruhigte die Frau, dass es nichts gewesen wäre, weswegen sie Angst haben müsste, ging zurück in seinen Streifenwagen und fuhr los.

 

Fast zwei Stunden später stürzte der 18-jährige Norman Mus- carello in die Exeter Polizeistation und erzählte dem Polizisten Reginald Toland völlig aufgeregt, dass er ein »Ding« am Himmel gesehen hatte, welches aus einer Gruppe von fünf hellen Lichter bestand. Sie flogen alle in einer Linie über ein großes Feld und dann verschwanden sie hinter einem Haus aus seinem Blickfeld. Der Jugendliche berichtete weiter, dass sie sich wie ein »schwimmendes Blatt« bewegt hatten und plötzlich begannen, ihn zu verfolgen. Daraufhin habe er es mit der Angst zu tun bekommen und sei weggerannt.

 

Toland funkte seinen Kollegen Bertrand an und der holte Muscarello im Polizeirevier ab, um sich von ihm die Stelle zeigen zu lassen, wo er das UFO gesichtet hatte. Dort angekommen erblickte der Polizeibeamte „ein riesiges, dunkles Objekt, so groß wie eine Scheune ... mit roten blinkenden Lichtern", wie er es mit eigenen Worten beschrieb. Als es näher kam, stürzte Bertrand zu Boden und er zog seine Waffe, um sich zu verteidigen. Doch er überlegte es sich dann doch anders, packte sich den Teenager und brachte ihn zum Schutz in den Polizeiwagen. Ihm fiel auf, dass sich die in der Nähe befindlichen Waldtiere in völliger Aufruhr befanden. Im Wagen funkte Bertrand sofort den Streifenpolizisten David Hunt an, der sich mit seinem Wagen in Richtung des UFOs begab und auch Zeuge der Lichter wurde, bevor sie nach Osten zogen und er sie aus den Augen verlor.

 

Im Laufe der nächsten Wochen trafen über sechzig UFO-Meldungen ein, die sich sehr der Sichtung beider Polizei-beamten, der Frau und dem Teenager ähnelten und alle in der Umgebung von Exeter beobachtet wurden.

 

Die Exeter-Sichtungen wurden damals in das »Project Blue Book« aufgenommen und der an der Untersuchung beteiligte Offizier Major David Griffin schrieb in seinem Bericht: „Die drei Zeugen scheinen solide, zuverlässige Personen zu sein, insbe-sondere die zwei Polizeibeamte. Ich untersuchte das Gebiet der Sichtung und fand nichts in der Gegend, was als wahrscheinliche Ursache in Frage kommen konnte". Und der verstorbene Astronom und UFO-Forscher J. Allen Hynek nannte die Exeter-Sichtungen „ein schönes Beispiel für eine Begegnung der ersten Art" - einen Terminus in der Ufologie, den er erstmalig verwen- dete.

 

 

© Fernando Calvo

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