13.09.2017

Neue Theorie zum UFO-Vorfall von Rendlesham Forest

Ein britischer UFO-Forscher hat eine neue Theorie vorgestellt, die seiner Meinung nach den Vorfall in Rendlesham Forest erklären könnte, der als »Großbritanniens Roswell« weltberühmt wurde.

 

Der UFO-Vorfall von Rendlesham Forest

Es ist der am meisten bekannte UFO-Vorfall aus Großbritannien und auch jetzt, über 35 Jahre später, laufen immer noch Unter-suchungen, um herauszufinden, was damals zwischen dem 26. und 28. Dezember 1980 eigentlich im Rendlesham Forest wirklich geschah.

 

Es begann am frühen Morgen des 26. Dezember, als man auf dem Luftwaffenstützpunkt Bentwaters-Woodbridge Lichter beobachtete, die im nahen Rendlesham Forest niedergingen. Man vermutete einen Flugzeugabsturz und eine Einheit der US-Army machte sich sofort zum Unglücksort auf. Was sie dort jedoch zu sehen bekamen, klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman. Denn je mehr sich die Soldaten der vermeintlichen Absturzstelle näherten, desto heller wurde das Licht, das von einem seltsamen Objekt am Boden ausging und desto schlechter wurde auch der Funkkontakt mit der Basis. Der leitende Sicherheitsoffizier James Penniston trat sogar an das Objekt heran, berührte es und zeichnete sich die mysteriösen Symbole auf, die auf der Oberfläche des Objektes zu sehen waren. Gemäß den Berichten der Soldaten zufolge, wurde das Licht des UFOs nach ca. 25 Minuten plötzlich stärker, dann begann sich das Objekt geräuschlos vom Boden abzuheben und flog mit enormer Geschwindigkeit davon. Spätere Untersuchungen der Stelle konnten drei Vertiefungen im Boden als Landespuren identifizieren und eine erhöhte Radioaktivität feststellen.

 

Der zweite Vorfall ereignete sich in der Nacht des 28. Dezember 1980, als wiederholt Lichter über dem Rendlesham Forest gesichtet wurden. Die Zeugen berichteten später, dass sie ein pulsierendes, rot-oranges Licht im Wald beobachtet hätten, das seltsame Zickzack-Manöver zwischen den Bäumen vollzog. Die Soldaten verfolgten das Licht bis zu einem Feld am Waldrand, wo es zu explodieren schien, doch eine sofort eingeleitete Suche konnte keinerlei Hinweise auf eine Explosion entdecken. Kurz darauf tauchten aber andere unbekannte Flugobjekte plötzlich am Himmel auf, die mit roten, blauen und grünen Lichtern versehen waren. Eines der Objekte kam sofort auf die Männer zugeflogen und blieb über ihnen in der Luft stehen. Sie konnten es als diskusförmig mit Lichtern an den Rändern erkennen. Dann wurden die Männer von einem roten Lichtstrahl erschreckt, das aus dem UFO schoss und nur wenige Meter von ihnen entfernt den Boden traf. Schließlich entfernte sich das Objekt schnell wieder und verschwand mit den anderen Objekten aus der Sicht der Soldaten. Anschließend konnten die Lichter aber noch über zwei Stunden lang von der Militärbasis aus beobachtet werden.

 

Da es zu diesem Vorfall nicht nur zivile Augenzeugen gab, sondern die meisten der Beteiligten vom britischen und US-Militär stammen und als glaubwürdig eingestuft wurden, erlangte der Rendlesham-Forest-Zwischenfall durch Presse und Medien seine weltweite Bekanntheit.

 

Die neue Theorie des UFO-Forschers

Wie der Express schreibt, hat der UFO-Forscher Russ Callaghan nun während der Konferenz des »The Outer Limits Magazine« am vergangenen Wochenende erklärt, dass er eine sehr irdische Antwort für diesen Zwischenfall gefunden habe und präsentierte die Indizien für seine Annahme. So schilderte er, dass er bei seinen Recherchen festgestellt habe, dass es sich bei dem vermeintlichen »UFO« lediglich um ein Übungsmodell der 67th Aerospace Rescue and Recovery Squadron (ARRS) gehandelt haben könnte, einer Spezialeinheit der US Air Force, die in der nahe gelegenen britischen Luftwaffenbasis Woodbridge stationiert war.

 

Dieses Modell einer Raumkapsel wurde für die Übungsmanöver der ARRS verwendet, die speziell dafür ausgebildet wurden, solche Objekte zu bergen, die beispielsweise Material von Spionagesatelliten zurück auf die Erde brachten. Callaghan will in Archiven Unterlagen entdeckt haben, die belegen, dass die ARRS während einer Nachtübung so eine Modellkapsel mit einem Militärhubschrauber im Rendlesham Forest abwerfen sollte und die ARRS-Einheit sehr wahrscheinlich auch die Bergungsmission durchgeführt haben müsste. Der Hubschrauber würde die Lichter erklären, und die Kapsel würde auch die beschriebenen drei Landebeine besitzen, wie sie damals in 1980 von den Soldaten und Offizieren beschrieben wurden.

 

Theorie nicht zufriedenstellend

Tatsächlich hat diese als »Boileplate« bezeichnete Übungskapsel große Ähnlichkeit mit einem klassischen UFO, doch weder der Hubschrauber noch die Kapsel erklären wirklich den Zwischenfall. Denn sowohl Peniston als auch alle anderen damals vor Ort anwesenden Personen hätten als ausgebildete Militärangehörige sicherlich einen Hubschrauber erkennen und hören müssen. Zudem berichteten die Zeugen, dass das UFO mysteriöse, hieroglyphenartige Symbole auf der Außenhaut aufwies und völlig geräuschlos wieder vom Boden abhob und mit enormer Geschwindigkeit wieder verschwand. Eine solche Bioleplate hätte auf dem Boden aufgeschlagen und nicht wieder in die Luft gestiegen.

 

Außerdem kann diese vermeintliche Militärübung sicherlich nicht zu der gefährlichen Strahlenkrankheit geführt haben, welche sogar die »US Veteran's Association« (VA) nach einem langem Rechsstreit dazu zwang,  die von dem ehemaligen US-Gefreiten John Burroughs geltend gemachten Schadenersatzansprüche zu bezahlen (wir berichteten). Er hatte dicht am UFO gestanden und war lange der von ihm ausgehenden Strahlung ausgesetzt. Burroughs litt danach unter großen gesundheitlichen Problemen. 

 

Im Übrigen gibt es auch keine logische Erklärung dafür, wieso sich die Luftwaffenbasis Woodbridge nach Bekanntwerden des Zwischenfalles nicht bemüht hat, den Irrtum aufzuklären, denn sie hätten damit nicht nur das britische Militär, sondern auch die eigenen US-Truppen bis heute vorsätzlich getäuscht. Dass das Manöver unter Top Secret fiel, ist höchst unwahrscheinlich, da solche Bergungen keinerlei Geheimnisse beinhalten, die die nationale Sicherheit gefährden könnten. 

 

Fazit: Die Zeugenprotokolle des Rendlesham-Forest-Vorfalls sind beim besten Willen nicht mit dieser neuen Theorie eines Hubschraubers und einer fallen gelassenen Trainingskapsel zu erklären.

 

© Fernando Calvo*, Foto: National Air and Space Museum 

Ein Modell der Boileplate im National Air and Space Museum
Ein Modell der Boileplate im National Air and Space Museum

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