22.08.2019

Razzia bei thailändischer Alien-Kontaktgruppe

Am vergangenen Freitag durchsuchte die thailändische Polizei wiederholt ein Meditationszentrum, das von einer Gruppe genutzt wird, die dort angeblich ihren Kontakt zu außerirdischen Wesen aufnimmt.

 

Es war bereits das zweite Mal in der vergangenen Woche, dass die thailändischen Behörden das Versammlungsgebäude der Organisation »UFO Khao Kala« in den Bergen, nahe der Stadt Nakhon Sawan, durchsuchen ließ. Die Gruppe hatte für das Wochenende in ihr Hauptquartier, dem Khao Kala Meditation Center, eingeladen, um bei einem so genannten »Skywatching-Event« den Himmel nach außerirdischen Raumschiffen Ausschau zu halten und mit den Insassen Kontakt herzustellen.

Nakhon Sawan ist in Thailand als UFO-Hotspot bekannt und bildet auch die fantastische Entstehungsgeschichte der UFO-Khao-Kala-Gruppe. Denn laut der UFO-Khao-Kala-Lehre war es dort, wo die Krankenschwester Somjit Reapeth in 1998 eine außerirdische Rasse begegnete. Die angebliche Fähigkeit, mit den Wesen mittels Meditation kommunizieren zu können, führte schließlich zur Gründung dieser UFO-Organisation. Reapeth und ihre treuesten Anhänger behaupten, dass sie mit Außerirdischen telepathisch in Kontakt stehen, die vom Pluto stammen und dass ihnen gesagt wurde, dass der Dritte Weltkrieg im Jahr 2022 beginnen werde.

 

Wahrzeichen des Khao Kala Meditation Centers ist ein großer goldener Buddha, der von einer siebenköpfigen Schlange flankiert wird. Genau da drunter soll angeblich ein Wurmloch existieren, das von den Außerirdischen als Portal für ihre Besuche auf der Erde genutzt wird. Entsprechend hatte die UFO-Khao-Kala-Gruppe geplant, zu Reapeth's Geburtstag am 17. August eine große Feier auf dem Gelände zu organisieren, die darauf abzielte, außerirdische Raumschiffe aufzuspüren und sich möglicherweise mit den Wesen telepathisch zu verbinden.

 

Doch obwohl UFO Khao Kala in der Gegend sehr bekannt ist, scheint irgendetwas die lokalen Behörden verärgert zu haben, denn sie entsendeten vergangene Woche mehrfach eine beachtliche Anzahl von Polizisten und Waldaufseher, um dem Meditationszentrum ein paar Überraschungsbesuche zu machen und das Gelände zu überprüfen. Allerdings basierte der Zweck der gewaltsamen Razzien anscheinend nicht auf den Verdacht, dass dort etwas gesetzeswidriges stattfinden soll, sondern vielmehr um die bürokratische Frage zu klären, ob die von der Gruppe genutzte Fläche zu groß sei und sie sich auf das nahegelegene Naturschutzgebiet ausweite.

 

Zu diesem Zweck gingen die Mitarbeiter der Wildschutzbehörde sogar so weit, das Zentrum mit Hilfe von GPS genau zu vermessen, um den ihrer Meinung nach Verstoß gegen die Landnutzungsvorschriften zu dokumentieren. Wie Khaosod schreibt, konnte die Gruppe ihre Geburtstagsfeier aber wie geplant durchführen, da die genauen Untersuchungsergebnisse noch nicht abgeschlossen sind und ihnen (vorerst) keine Ordnungswidrigkeit nachzuweisen war.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Khaosod

Der Buddha mit der siebenköpfigen Schlange über dem vermeintlichen Wurmloch.
Der Buddha mit der siebenköpfigen Schlange über dem vermeintlichen Wurmloch.

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