05.12.2018

Roswell hat eine neue Alien-Statue erhalten

Es gibt kaum ein Ereignis in der UFO-Forschung, das so heiß diskutiert wird, wie der Roswell-Zwischenfall. Er wurde in den letzten 70 Jahren in unzähligen Büchern, Dokumentationen, Fernsehsendungen und Filmen behandelt und gilt bis heute als ungelöst, da die Erklärungen der US-Regierung oft widersprüchlich bzw. in der Beweiskraft nicht zufriedenstellend waren.

 

Der Roswell-Zwischenfall beschreibt einen vermeintlichen UFO-Absturz in der Wüste von New Mexico, etwa 105 Kilometer von Roswell entfernt. Dort hatte der Rancher William Brazel im Juli 1947 verstreute Trümmer auf der Foster Ranch entdeckt, die er dem örtlichen Sheriff meldete. Dieser wiederrum informierte die Roswell Army Air Field (RAAF), die eine Analyse der Trümmer vornehmen ließ und in einer Presseerklärung verkündete, dass es sich bei den Wrackteilen um Fragmente einer »fliegenden Untertasse« handele. Nur kurz darauf wurde diese Aussage wiederrufen und korrigiert, nun hieß es, es handele sich um einen abgestürzten Wetterballon. Diese seltsame Verhalten der US Air Force und zahlreiche Augenzeugen, die das abgestürzte außerirdische Raumschiff, Teile davon oder sogar die Leichen der Insassen gesehen haben wollen, lösten kontroverse Diskussionen aus, die bis heute andauern.

 

Nun hat die Stadt Roswell eine neue Statue in Form eines Außerirdischen erhalten, die an dieses Ereignis erinnern soll. Laut lokalen Medienberichten wurde die knapp sieben Meter hohe grünliche Alien-Statue am 27. November auf der Hauptstraße der Stadt installiert. Finanziert wurde es von einer kürzlich neu eröffneten Filiale der US-amerikanischen Schnellrestaurantkette »Dunkin' Donuts«. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Styropor-Figur innerhalb von vier Wochen zu Gesamtkosten von 35.000 US-Dollar errichtet. „Wir wollten ein Wahrzeichen schaffen", sagte ein Sprecher der Coffee-Shop-Kette, „etwas, das für immer hier bleiben wird." In Anbetracht der Tatsache, dass der muskulös aussehende E.T. satte 1.000 Kilo wiegt, dürfte es wohl sicher sein, dass er nicht so schnell »abhanden« kommt und für lange Zeit eine weitere Attraktion in der Stadt sein wird.

Sicherlich dürfte es der Dunkin' Brands Inc., der auch die Eiscafé-Kette »Baskin-Robbins« gehört, weniger darum gegangen sein, dem Roswell-Zwischenfall zu gedenken als vielmehr mit McDonald's gleichzuziehen, deren Alien-Statue in Roswell mittlerweile berühmt und zum Touristenmagnet geworden ist. Für die meisten Einwohner von Roswell ist diese Marketingstrategie jedoch kein Problem und freuen sich über den extraterrestrischen »Neuzugang« in ihrer Gemeinde. „Das ist perfekt", sagte Bürgermeister Dennis Kintigh in einem Statement. „Ich meine, das ist doch das Wahrzeichen dieser Stadt." Diese positive Stimmung wurde von einem Bürger geteilt, der ergänzte: „Das ist es doch, was Geld einbringt, der Tourismus, also halte ich es für großartig."

 

Einen Namen soll der Außerirdische übrigens auch erhalten, der soll noch in diesem Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs von den Roswell-Einwohnern ausgewählt werden.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: KOB4

 

VIDEO:

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