09.06.2018

Roswell:
UFO-Absturzstelle erstmals für Touristen zugänglich

Zum ersten Mal in der Geschichte wird es möglich sein, seinen Fuß genau auf die Stelle zu setzen, an der 1947 ein UFO in der Nähe von Roswell abgestürzt sein soll. Im Rahmen der jährlichen Feierlichkeiten zu diesem legendären Ereignis haben die derzeitigen Besitzer des Grundstückes, auf dem der Absturz erfolgte, angekündigt, erstmalig und exklusiv Führungen zur Absturzstelle anzubieten.

 

Im Sommer 2018 jährt sich der sogenannte »Roswell-Zwischenfall« bereits zum 71. Mal. Er beschreibt einen vermeintlichen UFO-Absturz in der Wüste von New Mexico, etwa 105 Kilometer von Roswell entfernt. Dort hatte der Rancher William Brazel im Juli 1947 verstreute Trümmer auf der Foster Ranch entdeckt, die er dem örtlichen Sheriff meldete. Dieser wiederrum informierte die Roswell Army Air Field (RAAF), die eine Analyse der Trümmer vornehmen ließ und in einer Presseerklärung verkündete, dass es sich bei den Wrackteilen um Fragmente einer »fliegenden Untertasse« handele. Nur kurz darauf wurde diese Aussage wiederrufen und korrigiert, nun hieß es, es handele sich um einen abgestürzten Wetterballon. Diese seltsame Verhalten der US Air Force und zahlreiche Augenzeugen, die das abgestürzte außerirdische Raumschiff, Teile davon oder sogar die Leichen der Insassen gesehen haben wollen, lösten kontroverse Diskussionen aus, die bis heute andauern.

 

Dieses legendäre Ereignis feiert die kleine Roswell-Gemeinde dieses Jahr vom 6. bis 9. Juli mit ihrem »Roswell UFO Festival«, den sie bereits seit vielen Jahrzehnten organisieren (wir berichteten). Vergangenes Jahr kamen 38.000 Besucher aus 43 Staaten und 16 verschiedenen Ländern. Und nun haben die Besitzer der Ranch, die einst Mack Brazel gehörte, angekündigt, speziell nur während dieses Wochenende und einmalig Führungen zur Absturzstelle anzubieten. Dies ist besonders beachtenswert, da das Grundstück um die Ranch bisher trotz des großen Andrangs von Touristen, die jedes Jahr im Juli zum Festival nach Roswell kamen, nicht zugänglich und das Betreten verboten war.

 

Denjenigen, die an der Tour teilnehmen, werden ein authentisches mexikanisches Essen sowie verschiedene »interaktive Aktivitäten« an der Absturzstelle angeboten. Das für UFO-Forscher vielleicht Interessanteste dürfte aber wohl die Besichtigung der Ranch sein, in der Mack Brazel einst lebte und vermutlich auch 1947 einige Teile des abgestürzten UFOs kurzzeitig untergebracht wurden. Die Reisegruppe wird auch Metalldetektoren zur Verfügung gestellt bekommen, mit denen sie ihr Glück versuchen dürfen, ein Stück des UFO-Wracks aufzuspüren, das vielleicht sieben Jahrzehnte lang unbemerkt im Sand verborgen geblieben ist.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Roswell Daily Record

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