05.01.2019

War UFO-Vorfall von Rendlesham Forest nur ein Streich?

Es ist der bekannteste UFO-Fall aus Großbritannien und selbst heute, mehr als 38 Jahre später, wird der sogenannte »UFO-Vorfall von Rendlesham Forest« unter den UFO-Forschern nach wie vor heftig diskutiert. Nun legt eine neue Theorie nahe, dass es sich bei dem berühmt gewordenen Zwischenfall lediglich um einen inszenierten Racheplan gehandelt haben könnte, der von britischen Spezialeinheiten inszeniert wurde.

 

Der UFO-Vorfall von Rendlesham Forest

Der erste Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 26. Dezember 1980, als man auf dem Luftwaffenstützpunkt Bentwaters-Woodbridge Lichter beobachtete, die im nahen Rendlesham Forest niedergingen. Man vermutete einen Flugzeugabsturz und eine Einheit der US-Army machte sich sofort zum Unglücksort auf. Was sie dort jedoch zu sehen bekamen, klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman. Denn je mehr sich die Soldaten der vermeintlichen Absturzstelle näherten, desto heller wurde das Licht, das von einem seltsamen Objekt am Boden ausging und desto schlechter wurde auch der Funkkontakt mit der Basis, bis er völlig abbrach.

 

 

Der damalige Oberstleutnant Charles Halt nahm das Geschehen der Begegnung sogar mit einem kleinen Tonbandgerät auf, während die Sicherheitsoffiziere James Penniston und John Burroughs sogar ganz nah an das Objekt herantraten und Penniston die mysteriösen Symbole aufzeichnete, die auf der Oberfläche des Objektes zu sehen waren. Während dieser Zeit gab es keinen Funkkontakt mit der Sicherheitszentrale. Gemäß den späteren Berichten der Soldaten, wurde das Licht des UFOs nach ca. 25 Minuten plötzlich stärker, dann begann sich das Objekt geräuschlos vom Boden abzuheben und flog mit enormer Geschwindigkeit davon. Spätere Untersuchungen der Stelle konnten drei Vertiefungen im Boden als Landespuren identifizieren und eine erhöhte Radioaktivität feststellen.

 

Der zweite Vorfall fand in der Nacht des 28. Dezember 1980 statt, als wiederholt Lichter über dem Rendlesham Forest gesichtet wurden. Die Zeugen berichteten später, dass sie ein pulsierendes, rot-oranges Licht im Wald beobachtet hätten, das seltsame Zickzack-Manöver zwischen den Bäumen vollzog. Die Soldaten verfolgten das Licht bis zu einem Feld am Waldrand, wo es zu explodieren schien, doch eine sofort eingeleitete Suche konnte keinerlei Hinweise auf eine Explosion entdecken. Kurz darauf tauchten aber andere unbekannte Flugobjekte plötzlich am Himmel auf, die mit roten, blauen und grünen Lichtern versehen waren. Eines der Objekte kam sofort auf die Männer zugeflogen und blieb über ihnen in der Luft stehen. Sie konnten es als diskusförmig mit Lichtern an den Rändern erkennen. Dann wurden die Männer von einem roten Lichtstrahl erschreckt, das aus dem UFO schoss und nur wenige Meter von ihnen entfernt den Boden traf. Schließlich entfernte sich das Objekt schnell wieder und verschwand mit den anderen Objekten aus der Sicht der Soldaten. Anschließend konnten die Lichter aber noch über zwei Stunden lang von der Militärbasis aus beobachtet werden.

 

Colonel Charles Halt bestätigte den Zeitverlust

In einem Exklusivinterview mit The Sun Online hatte der ehemalige britische Polizist Gary Heseltine aus Scholes, West Yorkshire, Anfang 2018 bekannt gegeben, dass er in Besitz eines Videoclips (siehe unten) aus dem Jahr 2010 sei, in dem der pensioniserte Colonel Charles Halt andeutet, dass seine Kameraden Penniston und Burroughs tatsächlich über einen gewissen Zeitraum nicht über Funk erreichbar waren und möglicherweise von den Insassen des UFOs entführt worden sein könnten. Das Video sei Teil eines geplanten Dokumentarfilms gewesen, der jedoch nie zu Ende gedreht wurde. In dem kurzen Videoclip sagt Halt: „Er [Burroughs] könnte entführt worden sein, wer weiß... Wussten sie, dass wir wissen, dass es einen Zeitverlust gab? Sie waren nicht im Funkverkehr.... Sie haben da Männer im Wald, die Sie... über Stunden vermissen.“

 

The Sun Online wandte sich wegen des Videoclips damals an Charles Halt und bat um eine Stellungnahme bezüglich seiner Äußerung über die Entführung, doch Halt verweigerte sie, räumte aber ein, dass den beiden Sicherheitsoffizieren in der ersten Nacht des Vorfalls tatsächlich etwas zugestoßen sei und es einen Zeitverlust gegeben habe. Er sagte: „Ich habe nie gesagt, dass jemand entführt wurde. Etwas geschah mit den Ersthelfern in der ersten Nacht (vom 25. auf den 26. Dezember), doch was es war, wissen nicht einmal sie selber. Wir wissen, dass sie für einige Zeit als vermisst galten."

 

Übrigens, John Burroughs wurde bei jenem Einsatz offenbar so viel Strahlung ausgesetzt, als er sich dem UFO näherte, dass er Folgeschäden davontrug. Er bekam später schwere Herzprobleme und musste operiert werden. Nach einem langen Rechtstreit lenkte die »US Veteran's Association« (VA) schließlich in 2015 ein, Burroughs eine Entschädigung für diesen, während seines Dienstes für die US Army, entstandenen Schaden, zu bezahlen (wir berichteten) und seine Behandlungskosten zu ersetzen. Es kam praktisch einem Eingeständnis gleich, dass UFOs auch tatsächlich Schaden anrichten können.

 

Neue Theorie: Es war lediglich ein Streich

Aber was hatten die Männer in jener Nacht nun tatsächlich gesehen und könnte es eine konventionelle Erklärung dafür geben, in der Aliens keine Rolle spielen?

 

Jetzt habe sich, so der Dozent der Sheffield Hallam University, Dr. David Clarke, ein anonymer Hinweis von einem Mann ergeben, der behauptet, zum Zeitpunkt des Vorfalls bei der britischen Spezialeinheit Special Air Service (SAS) gewesen zu sein und dass das Ganze wahrscheinlich nicht viel mehr als ein aufwendig inszenierter Streich gewesen sei.

 

Angeblich sei eine Gruppe britischer Soldaten mit dem Fallschirm über dem Luftwaffenstützpunkt Bentwaters-Woodbridge abgesprungen, um im Rahmen einer Übung die Verteidigung der Basis zu prüfen. Allerdings sollen sie ziemlich schnell von der US-Army gefangen und für einen Zeitraum von 18 Stunden in Gewahrsam genommen worden sein, wobei sie während dieser Zeit öfters als »Außerirdische«" bezeichnet wurden. Die britischen Soldaten, die diesen Fehlschlag nicht so einfach hinnehmen wollten, sollen daraufhin einen Racheplan ausgeklüngelt haben.

 

Laut dem anonymen Ex-Soldaten hätten sie in US-Basisnähe heimlich Lichter und farbige Leuchtkugeln im Wald sowie schwarze Heliumballons und ferngesteuerte Drachen positioniert, um den Amis einen Streich zu spielen und ihnen ihre »Außerirdische« in Form von einem UFO zu liefern.

 

Doch ob diese Geschichte ernst genommen werden kann, darf stark angezweifelt werden, denn sie erklärt nicht annähernd die von den militärischen Augenzeugen dokumentierten Fakten. Auch der ehemalige Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums (MoD) und UFO-Forscher Nick Pope ist skeptisch. „Nachdem ich das UFO-Projekt des MoD geleitet und ein Cold Case Review dieses Vorfalls durchgeführt habe, kann ich nur bestätigen, dass keine Erklärung für den Zwischenfall in Rendlesham Forest gefunden wurde", wird er in der East Anglian Times zitiert. „Wir haben uns alle Theorien angesehen... und keine von ihnen passt zu den Fakten."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Tim Marchant (cc-by-sa,2.0)

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