25.05.2015

CIA beendet rätselhaftes Klimaforschungs-Projekt

Die CIA hat ihr Programm »Medea« (Measurement of Earth Data for Environmental Analysis) für beendet erklärt. Es wurde im Jahr 1992 unter der Regierung von George W Bush gestartet und sollte klimabedingte Bedrohungen für die nationale Sicher- heit untersuchen.

 

Dieses rätselhafte Programm sollte angeblich die Umweltdaten aus geheimen Spionagesatelliten und dem Militär sammeln und sie später der zivilen Wissenschaft zur Verfügung stellen, so dass sie es dazu verwenden können, um zu analysieren, ob der Klimawandel zu einer Sicherheitsbedrohung für die ganze Welt führen könnte. Doch immer wieder meldeten Kritiker ihre Skep- sis an, was denn eigentlich die CIA mit dem Klima zu tun habe und ob sie nicht vielleicht etwas ganz anderes beabsichtigen würde. Auch der Klimaforscher Alan Robock von der »Rutgers University« in New Jersey glaubte nicht, dass der US-Geheim-dienst lediglich um unser Klima besorgt wäre und hatte deshalb die Regierungsbehörden aufgefordert, die wirklichen Gründe zu benennen, warum sie so ein großes Interesse an der Finanzie- rung der Klimamanipulationsforschung und der Entwicklung von Geo-Engineering-Techniken zeigen (wir berichteten).

 

Den amtlichen Begründungen zufolge sollte das Medea-Pro- gramm für beide Seiten Vorteile bringen. So hätten die Wissenschaftler dadurch die Möglichkeit, Zugang zu einer höheren Datenqualität zu erhalten, die sie normalerweise nicht hätten, während die CIA hingegen von ihren Erkenntnissen profitierte. Doch jetzt scheint sich die CIA unerwartet umentschieden zu haben und beendet das Projekt. Offiziell heißt es nur: „Mit dem Medea-Programm beteiligte sich die CIA an verschiedenen Projekten, um die Auswirkungen des Klimawandels zu untersuchen. Diese Projekte sind abgeschlossen und die CIA wird diese Forschungsergebnisse analysieren und sie externe Experten übergeben, die dann bewerten werden, wie die Auswirkungen des Klimawandels die nationale Sicherheit betreffen", sagte ein CIA-Sprecher in einer Erklärung.

 

Dieser Rückzug spielt den Skeptikern in die Hände, die hinter dem Programm schon immer einen militärischen Hintergrund vermuteten. Sie verdächtigen den Geheimdienst, über das Projekt an wichtige Informationen von Experten gelangen zu wollen, um zum Beispiel Wetter-Waffen zu entwickeln. Denn warum wird das Programm gerade jetzt beendet, zu einem Zeitpunkt, in dem das Klimawandel-Problem größer als je zuvor ist. Unklar ist auch, inwiefern die geheimen Klimadaten, die die CIA zur Verfügung stellt, auch tatsächlich den Wissenschaftlern nützen. „Die Klimaprobleme werden stetig derart schlimmer, dass unsere Datensysteme sie nicht mehr bewältigen können. Es gibt eine wachsende Kluft zwischen dem, was wir derzeit zur Verfügung haben und dem, was wir brauchen, um besser reagieren zu können. Und das ist unvereinbar mit der Idee, dass Medea nützliche Dinge hätte erreichen können", sagt der Politologe Marc Levy.

 

 

© Fernando Calvo, Foto: United States Federal Government

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