04.09.2019

DARPA fordert Zugang zu unterirdischen Einrichtungen

Viele US-amerikanische Bürger sind verunsichert, weil die DARPA einen dringenden Antrag gestellt hat, sich riesige unterirdische Anlagen ausleihen zu dürfen.

 

Wenn es um die Entwicklung experimenteller Zukunftstechnologien geht, steht die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) als Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums weltweit an vorderster Front. Sie steht regelmäßig mit einigen ihrer teilweise strittigen Projekte im Mittelpunkt der Medien, bei denen es sich in der Regel überwiegend um geheime militärische Entwicklungen handelt. Darunter befanden sich beispielsweise telepathisch gesteuerte Stealth-Drohnen, bionische Arme oder sogar mit der Möglichkeit, das biologische Altern zu verlangsamen.

Daher waren viele Bürger nun beunruhigt, als die DARPA dringend Zugang zu „unterirdische, städtische Tunneln und Einrichtungen, in denen Forschung und Experimente betrieben werden können“ beantragte. Wie Live Science berichtet, wurde ihr Antrag äußerst kurzfristig eingereicht, sodass sie den Zugang zu den Einrichtungen bereits innerhalb von nur zehn Tagen genehmigt haben wollen. Nun fragen sich die Menschen: Was in aller Welt hat die DARPA vor, dass sie so plötzlich diese Einrichtungen braucht?

 

Während die Nachricht für reichlich Spekulationen gesorgt hat, wurde bekannt, dass sie die Einrichtungen für die »urbane« Runde der »DARPA Subterranean Challenge« (SubT) benötigt. Dabei handelt es sich um einen von der DARPA selbst ins Leben gerufenen Wettbewerb, dessen Ziel ist es, neue Methoden zu entwickeln, um optimal unterirdisch navigieren zu können. Es sollen Systeme für die Kartierung und Navigation entwickelt werden, die es Soldaten und Ersthelfern ermöglichen, schnell zu ihrem Einsatzort unter der Erde zu gelangen. Dazu können natürliche Höhlen, aber auch Tunnel oder unterirdische städtische Systeme genutzt werden.

 

An den Wettbewerb können Teams aus aller Welt teilnehmen und er besteht aus zwei Kategorien: Dem Systems Track, bei dem die Teams Hardware und Software entwickeln, und dem Virtual Track, bei dem nur die Software bewertet wird, die in Simulationen getestet wird. Insgesamt gibt es vier Runden: drei Vorrunden und dem Finale. Jede einzelne Vorrunde findet in einem speziellen Umfeld statt: die erste in Tunnelsystemen, die zweite in unterirdischen städtischen Bauwerken, etwa der U-Bahn oder in der kommunalen Versorgungsinfrastruktur. In der dritten Vorrunde schließlich geht es in natürliche Höhlensysteme.

 

Die Finalrunde soll 2021 stattfinden und dem Sieger winken im Systems Track zwei Millionen US-Dollar und im Virtual Track 750.000 US-Dollar.

 

Bei der DARPA und ihrem militärischen Hintergrund dürfte allerdings immer die Frage gestattet sein, was sie wohl mit den Ergebnissen dieses Wettbewerbs beabsichtigt.

 

© Fernando Calvo*, DARPA

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