02.11.2019

Edward Snowden: Ich fand keine Informationen zu Aliens

Kaum einer hatte so tiefen Einblick in geheime US-Daten wie der Whistleblower, der die NSA-Überwachungsprogramme aufdeckte.

 

2013 übermittelte der ehemalige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden einer US-Filmemacherin sowie einem »Guardian«-Journalisten streng vertrauliche Informationen über die Abhör- und Spionagepraktiken zahlreicher US-Geheimdienste, darunter CIA, NSA und DIA. Auch britische geheimdienstliche Überwachungsprogramme wurden dabei offengelegt. Der heute 36-jährige Whistleblower, dem Russland seit August 2013 Asyl gewährt, hatte während seiner Tätigkeit bei den US-amerikanischen Geheimdiensten Zugang zu geheimen Daten, an die außerhalb eines verhältnismäßig kleinen Personenkreises niemand herankam.

Ausführliche Suche nach Geheimnissen

Kein Wunder also, dass sich insbesondere Ufo-Enthusiasten dafür interessieren, was Snowden möglicherweise in den streng vertraulichen Akten zum Thema Aliens gelesen haben könnte. Nun hat sich der aus North Carolina stammende Informatiker erstmals umfassend darüber geäußert, was er tatsächlich in den CIA-Netzwerken über das Wissen der US-Regierung über Außerirdische gefunden hatte – und gesucht hat er nach diesen Informationen recht ausführlich, wie er selbst in seiner Autobiografie mit dem Titel Permanent Record zugibt.

 

Das Ergebnis seiner einschlägigen Recherche-Tätigkeit, bei der er sich unter anderem einer Art CIA-Suchmaschine à la Google bediente, mag jedoch viele »Area 51«-Interessierte enttäuschen: „Um das einmal festzuhalten: Aus meiner Sicht haben Außerirdische bislang noch nie die Erde besucht, oder zumindest haben sie nicht die US-Geheimdienste kontaktiert", erklärt Snowden laut CNN in »Permanent Record«. Seinem Kenntnisstand zufolge wisse die US-Regierung in Wahrheit entgegen allen Spekulationen also nichts über intelligentes außerirdisches Leben.

 

„Hatte umfangreichen Zugang zu geheimen Netzwerken"

In einem aktuellen Interview mit Joe Rogan bekräftigt Snowden diese Aussagen: „Ich fand keine Beweise für Außerirdische," erklärt er. „Ich hatte geradezu lächerlich umfangreichen Zugang zu geheimen Netzwerken der NSA, der CIA, des Militärs und all dieser Gruppen – ich konnte nichts dergleichen finden. Wenn sie diesbezüglich also etwas verbergen – und das könnten sie –, dann ist das wirklich sehr gut versteckt, selbst vor jenen, die Teil des Systems sind."

 

Mondlandung: ja – Chemtrails: nein

Auch zu zahlreichen anderen Verschwörungstheorie äußert sich Snowden: „Für den Fall, dass Sie sich das gefragt haben: Ja, Menschen sind wirklich auf dem Mond gelandet, der Klimawandel ist real, und Chemtrails gibt es wohl nicht." In Anbetracht der Tatsache, dass Edward Snowden ein de facto äußerst geheimes Überwachungsprogramm enthüllen konnte, scheint es plausibel, dass er auch die »Alien-Geheimnisse« der USA hätte aufdecken können – wenn es sie denn wirklich geben würde.

 

Quelle: Thomas Bergmayr für Der Standard, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

Anmerkung Terra Mystica:

Angenommen, Snowden sagt hier wirklich die Wahrheit und es handelt sich nicht nur um einen cleveren Schachzug, um die US-Regierung versöhnlich zu stimmen, damit sie die Anklage gegen ihn fallen lassen, weil er gerne wieder »nach Hause« möchte, spricht diese Aussage von Snowden gegen viele eidesstattlichen Erklärungen von hohen Regierungsvertretern und Militärangehörigen, die bereits bestätigt haben, dass sie selbst an Projekten mit Außerirdischen beteiligt waren oder zumindest entsprechende Beweise zu sehen bekamen ( siehe hierzu das Video unten).

 

Es ist auch fraglich, ob derartige geheime Informationen tatsächlich so fahrlässig archiviert werden, dass sie für jedermann abrufbar wären, der über gute IT-Kenntnisse verfügt. Selbst große Konzerne - vor allem Automobilhersteller, um ihre neuesten Entwicklungen zu schützen - halten ihre sensiblen Daten so abgeschirmt unter Verschluß, dass sich Unbefugte keinen Zugang verschaffen können.

 

VIDEO:  

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