19.02.2015

Ein Jahr voller zweifelhafter Todesfälle

In den letzten 12 Monaten hat sich eine Reihe von Todesfällen angehäuft, die nicht nur aufgrund ihrer ungewöhnlichen Art und Weise misstrauisch machen. Die Opfer waren Personen, die entweder durch ihren beruflichen Status oder privaten Umfeld an Informationen gelangen konnten oder sogar bereits erlangten, die für bestimmte Organisationen, Personen oder Behörden eine potentielle Gefahr darstellten.

 

Der 58-jährige ehemalige Senior Manager der »Deutschen Bank«, William Broeksmit, wurde am 26. Januar 2014 erhängt in seinem Haus aufgefunden. Die Deutsche Bank sah sich zu dem Zeitpunkt Vorwürfen und Verdächtigungen gegenüber, weil sie unter anderem während der Finanzkrise die Devisenmärkte manipuliert haben soll.

 

Gabriel Magee soll am 28. Januar 2014 vom Dach des Euro- päischen Hauptquartiers in London gefallen sein. Der 39-Jährige war Vizepräsident der »JP Morgan Chase & Co.« (JPM) im Lon- doner Hauptquartier. Genau wie die »Deutsche Bank« befand sich auch JPM zu der Zeit in einem laufenden Ermittlungs-verfahren wegen möglicher Beteiligung an der Manipulation von Devisenkursen. Die Journalistin Pam Martens von der »Wall Street on Parade« veröffentlichte am 09.02.2014 diesbezüglich einen Artikel, in dem sie zum Ausdruck brachte, das die bisher veröffentlichten Pressemitteilungen scheinbar nicht mit den tatsächlichen Geschehnissen zu übereinstimmen scheinen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass es keinerlei Beweise dafür gibt, dass es sich tatsächlich um einen Suizid gehandelt habe und es aber dafür hinreichende Beweismittel gäbe, die für einen Mord sprechen.

 

Der 57-jährige Gründer des Finanz-Dienstleisters »American Title Services«, Richard Talley, wurde am 06. Februar 2014 in der Garage seines Hauses in Denver tot aufgefunden. Laut Polizeiprotokoll starb er durch sieben oder acht selbst abge- schossene Nägel in Körper und Kopf aus einer Nagelpistole. Gegen seine Firma liefen Ermittlungen seitens der Staatsversi-cherungsregulierer.

 

Nur eine Woche zuvor wurde der hochrangige Banker Mike Dueker tot neben einer Autobahn am Straßenrand aufgefunden. Der 50-Jährige war Chef-Ökonom bei »Russel Investment« und ehemaliger Vize-Präsident der »Federal Reserve Bank« (Fed) von St. Louis. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus und legte es als Selbstmord zu den Akten.

 

Der Drehbuchautor und Regisseur des regierungskritischen Films »Gray State«, David Crowley, wurde am 17. Januar dieses Jahres in seinem Haus mitsamt seiner 28-jährigen Frau und 5-jährigen Tochter tot aufgefunden. Offiziell gilt der Fall für die Polizei als ein Doppel-Mord von David Crowley mit anschließen- dem Selbstmord, doch seine Freunde, Kollegen und Bekannte zweifeln daran, denn sie erlebten den 29-Jährigen auch zuletzt als sehr motiviert, optimistisch und absolut psychisch gefestigt. Es heißt, Crowley und seine Familie wären bereits kurz vor Weihnachten gestorben aber erst drei Wochen später wäre die Polizei von Nachbarn alarmiert worden, weil ihnen das unveränderliche Licht im Haus merkwürdig vorkam.

 

Sein mitten in der Produktion befindlicher Film Gray State sollte die Menschen unter anderem über den geplanten totalitären Überwachungsstaat, Zwangs-RFID-Chip und FEMA-Konzentra-tionslager aufklären. Alles heikle Themen, welche die darin Beschuldigten lieber nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten sehen mochten. Es gab auch Gerüchte darüber, dass Hollywood versucht haben soll, auf den Inhalt des Filmes Einfluss zu nehmen. Allein der Trailer hatte vor Fertigstellung schon fast eine Million Menschen erreicht und einiges an Enthüllungen von Machenschaften auf höchster Ebene erwarten lassen.

 

Auch der langjährige Finanzvorstand des Siemens-Konzerns, Heinz-Joachim Neubürger, soll Anfang Februar 2015 mit 62 Jahren Suizid begangen haben. Der angesehene Top-Manager war in der Siemens-Schmiergeldaffäre in einem Vergleich zu 2,5 Millionen Euro verurteilt worden, beteuerte aber bis zuletzt seine Unschuld in der ganzen Angelegenheit.

 

Am 12. Februar 2015 brach der 58-jährige Top-Journalist der »New York Times«, David Carr, an seinem Schreibtisch in der Redaktion tot zusammen. Nur wenige Stunden zuvor hatte er ein Interview mit dem Whistleblower Edward Snowden geführt, bei dem es unter anderem auch um den NSA-Dokumentarfilm »Citizenfour« ging. Dieser Film ist ein rotes Tuch für die US-Elite und Snowdens Aussagen offenbarten, dass es für die Menschen keinerlei Schutz für ihre Daten gibt und sowohl die CIA als auch die NSA das Internet als ein willkommenes Überwachungs-instrument nutzen.


Sind diese Fälle wirklich nur Selbstmorde psychisch labiler Menschen, unglückliche Todesfälle oder steckt doch mehr dahinter? Immerhin handelt es sich um hochrangige Banker, die in der globalen Finanzkrise verwickelt gewesen sein sollen und möglicherweise Informationen über Hintergründe und -männer besaßen, die nicht ans Licht sollten. Auch der Filmemacher und der Journalist beschäftigten sich mit Themen, die für einige Eliten verdammt unbequem gewesen sein dürften.


© Fernando Calvo



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