07.09.2016

Forscher zu 9/11: Es war eine kontrollierte Sprengung

Sind die Türme des World-Trade-Centers in Wirklichkeit gesprengt worden? Ein Physiker hat es mit seiner Theorie in ein anerkanntes Wissenschaftsjournal geschafft. Die Arbeit sei technisch fundiert.

 

In wenigen Tagen jährt sich erneut der Terroranschlag vom 11. September 2001. Filmaufnahmen, TV-Bilder und Berichte von Augenzeugen scheinen eindeutig zu zeigen, was damals geschehen ist. Die Welt musste vor dem Fernseher hilflos zusehen, wie die beiden Hochhäuser des World Trade Centers in Manhattan von je einem Flugzeug getroffen wurden, nach den Explosionen in Flammen  standen  und  schließlich  einstürz-

ten. Knapp 3000 Menschen verloren nach offiziellen Angaben bei dem Terroranschlag in New York ihr Leben.

 

Doch viele Menschen glauben offiziellen Angaben heute nicht mehr. Zu »9/11« gibt es diverse Verschwörungstheorien. Eine davon hat es nun in ein Wissenschaftsjournal der European Physical Society (EPS) geschafft, dem Dachverband  der europäi-

schen Physikgesellschaften. Am 28. August erschien im »Journal European Physics News« ein Aufsatz von vier Autoren, der nahelegt, der Nord- und Südturm des World Trade Centers sowie der niedrigere Wolkenkratzer mit der Abkürzung WTC 7 seien durch kontrollierte Sprengungen zum Einsturz gebracht worden.

 

Die Beweise dafür seien überwältigend. So seien nie vor oder nach dem 11. September Wolkenkratzer mit Stahlskelett allein durch die Hitze eines Brandes völlig eingestürzt. Besonders der Einsturz des Gebäudes WTC 7, das nicht direkt von einem Flugzeug getroffen worden war, sei verlaufen, wie man das bei einer kontrollierten Sprengung erwarten würde.

 

Einer der Autoren forscht auch zu Jesus

Die Autoren um den ehemaligen Physik-Professor Steven Jones greifen den Abschlussbericht der US-Bundesbehörde National Institute of Standards and Technology zum Einsturz der Wolkenkratzer scharf an.

 

Sie fordern angesichts der »weitreichenden Auswirkungen« ihrer These  eine »aufrichtige« und  unabhängige  wissenschaft-

liche Untersuchung. Jones, der bereits 2006 wegen seiner Aussagen zum 11. September von seiner Universität beurlaubt worden war, ist Mormone. Er hat vorwiegend zur Kernfusion geforscht. Allerdings versuchte er auch zu beweisen, dass Jesus Christus nach der Wiederauferstehung Amerika besucht hatte, wie es das Mormonentum lehrt. Dazu untersuchte er alte Mayakunst.

 

Die Herausgeber von Europhysics News machen mit einem Hinweis zu Beginn des Textes deutlich, dass es sich nicht um eine gewöhnliche wissenschaftliche Veröffentlichung handelt. Der Artikel unterscheide sich von den üblichen Aufsätzen auf der Seite dadurch, dass er »einige Spekulationen« enthalte. „Angesichts des Timings und der Bedeutung des Themas halten wir den Beitrag aber für technisch fundiert und interessant genug, ihn für unsere Leser zu veröffentlichen", erklären sie in einem Kasten.

 

Auf Twitter feiern die Verschwörungstheoretiker

Die Ansichtszahlen des Artikels auf der Seite von Europhysics News übersteigen bei weitem die der anderen Artikel, die zeitgleich erschienen sind. Auffällig auch: Die Zahlen für direkte Klicks auf den Link zum Aufsatz sind zum Zeitpunkt, zu dem dieser Beitrag verfasst wird, wesentlich höher als die Klickzahlen für den Link zur Zusammenfassung des Aufsatzes. Bei anderen Aufsätzen ist das umgekehrt. Das deutet auf eine weite Verbreitung des direkten Links, etwa in sozialen Netzwerken  hin.  Auf  Twitter  feiern  Anhänger  der  Verschwö-

rungstheorien zum 11. September die Veröffentlichung der Studie. Sie hoffen auf einen »Durchbruch«.Auch die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) gehört der EPS an. Pressesprecherin Michaela Lemmer teilt mit, dass die DPG zu der Veröffentlichung keine Stellungnahme abgeben wolle. Die DPG sei zwar Mitglied der EPS, man habe aber keinen Einfluss darauf, welche Aufsätze in Europhysics News veröffentlicht werden.

 

Ob die Veröffentlichung des 9/11-Aufsatzes von Steven Jones und seinen Mitautoren Konsequenzen von Seiten der DPG haben wird, konnte Lemmer nicht sagen.

 

 

Quelle: Philipp Hummel für Die Welt, Foto: dpa

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