08.09.2018

ISS-Leck: Ermittler schließen Sabotage nicht aus

Die russischen Behörden ermitteln zur Zeit, ob nicht Sabotage vorliegt und ob das Loch an der Internationalen Raumstation (ISS) vorsätzlich gebohrt wurde.

 

Am vergangenen Donnerstag hatte ein kleiner Riss in der Sojus-Kapsel, die an der Internationalen Raumstation angedockt war, zu einem Sauerstoffleck und einen Druckabfall in der ISS geführt. Die Besatzung verschlossen das Leck zunächst mit Klebeband und man ging zunächst davon aus, dass der Riss durch einen Mikrometeoriteneinschlag verursacht worden sei.

 

Eine anschließend von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos durchgeführte Untersuchung ergab jedoch, dass das Loch mit einem Bohrer gemacht wurde. Da bedeutet, dass entweder jemand die Kapsel während ihrer Bauphase auf der Erde versehentlich beschädigt hat und es vertuschte oder aber, dass es kein menschliches Versagen, sondern Sabotage war und es eines der Besatzungsmitglieder absichtlich gebohrt hat.

 

Laut Dmitri Rogosin, Leiter von Roscosmos, sieht es so aus, als wenn jemand tatsächlich „mehrere Versuche“ unternommen habe, das Loch mit „unruhiger Hand" zu bohren. „Was ist es: ein Herstellungsfehler oder ein vorsätzlicher Akt? Wir überprüfen die Erde-Version. Aber es gibt noch eine andere Variante, die wir nicht ausschließen: bewusste Einmischung im All", zitiert ihn The Guardian.

 

Die Vorstellung, dass jemand versucht haben könnte, die Raumstation zu sabotieren, ist beunruhigend genug, aber die Möglichkeit, dass einer der Astronauten dafür verantwortlich gewesen sein könnte, ist besonders beängstigend. „Sollte ein Kosmonaut dieses seltsame Werk vollbracht haben - und das kann nicht ausgeschlossen werden -, ist es wirklich schlimm", ergänzt der russische Abgeordnete und ehemalige Kosmonaut Maxim Surajew. „Ich wünsche mir, dass es ein Produktionsfehler ist, obwohl das auch sehr traurig wäre – denn so etwas gab es in der Geschichte der Sojus-Raumschiffe noch nicht."

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

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