26.01.2018

Legendärer Alcatraz-Ausbrecher bittet um Begnadigung

Das Rätsel, was tatsächlich mit den drei Männern geschah, denen 1962 die Flucht aus Alcatraz gelang, könnte vielleicht endlich gelöst werden, denn nun hat sich ein Mann bei der Polizei gemeldet, der behauptet, einer der Flüchtlinge zu sein.

 

Das berüchtigte Gefängnis Alcatraz auf einer kleinen Insel in der Bucht von San Francisco galt lange Zeit als ausbruchsicher. Neben unüberwindbaren Gebäudemauern und streng bewachte Zellen war auch seine Lage mitten in der Bucht wegen der starken Gezeitenströmungen extrem tückisch. Doch keines dieser Hindernisse konnten am 11. Juni des Jahres 1962 die drei verurteilten Verbrecher Clarence Anglin, John Anglin und Frank Morris an ihrer Flucht stoppen. Ihr Fluchtplan war das Werk von Genies, das einen ungeheureren Aufwand an Vorbereitungen erforderte. Um aus ihren Zellen zu entkommen, gruben die Männer sechs Monate lang unauffällig und mühevoll einen Tunnel durch die dicken Betonwände – nur mit einem abgefeilten Löffel und einem improvisierten Bohrer! Um die Wachen zu täuschen, fertigten sie aus Seife, Klopapier und Haaren Puppenköpfe und legten sie in der Nacht ihrer Flucht in ihre Betten. Nachdem sie es durch die Gefängnismauern geschafft hatten, bauten sie sich aus aufgeblasenen Gummiregenmänteln ein Floß und setzten damit ihre Flucht von der Insel über das Wasser fort.

Von links nach rechts: Clarence Anglin, John William Anglin, Frank Lee.
Von links nach rechts: Clarence Anglin, John William Anglin, Frank Lee.

Die Justizbehörden waren zwar damals fest davon überzeugt, dass die drei Männer im eiskalten Wasser und den gefährlichen Strömungen ertranken und ihre Leichen unter der Golden-Gate-Brücke hinweg in den Pazifik getrieben wären, doch im Laufe der Jahre tauchten immer mehr Indizien auf, die darauf hindeuteten, dass zumindest zwei der Männer die Flucht doch überlebt hätten und mit einer neuen Identität im Ausland leben würden (wir berichteten).

 

Nun wurde bekannt, dass die Richmond Police Station von San Francisco in 2013 einen Brief erhielt, indem ein Mann behauptete, einer dieser berühmten Alcatraz-Ausbrecher zu sein:

 

„Mein Name ist John Anglin. Ich floh gemeinsam mit meinem Bruder Clarence und Frank Morris im Juni 1962 aus Alcatraz. Ich bin 83 Jahre alt und befinde mich in schlechter Verfassung. Ich habe Krebs. Ja, wir hatten es alle in jener Nacht geschafft, aber nur knapp! Wenn Sie im Fernsehen ankündigen, dass mir zugesagt wird, dass ich nicht länger als ein Jahr ins Gefängnis gehen muss und ärztliche Hilfe erhalte, werde ich Ihnen noch einmal schreiben, um Ihnen genau wissen zu lassen, wo ich bin. Das ist kein Witz..."

 

Dem Brief zufolge starb Frank Morris im Jahr 2008 und sein Bruder John drei Jahre später. Außerdem schreibt der Verfasser, er habe viele Jahre nach seiner Flucht aus Alcatraz in Seattle verbracht. Er erwähnt auch, dass er danach acht Jahre lang in North Dakota gelebt habe und derzeit in Südkalifornien wohnt.

 

Das FBI führte eine forensische Analyse des Briefes durch, die jedoch zu keinem eindeutigen Ergebnis führte. „Es gibt absolut keinen Grund anzunehmen, dass irgendeiner von denen seine Lebensweise geändert hätte und nach dieser Flucht zu einem völlig gesetzestreuen Bürger geworden wäre", so der US Marshals Service in einem Interview mit dem US-Fernsehsender KPIX 5.

 

© Fernando Calvo*, Foto: FBI

 

VIDEO:

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