28.12.2018

Neue Indizien: Befindet sich auf der ISS ein Saboteur?

Ein russischer Kosmonaut ist nach Abschluss seiner Untersuchung an der Außenhülle der Internationalen Raumstation (ISS) zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass das dort entdeckte Loch mit Vorsatz und nicht unbeabsichtigt entstanden ist.

 

Am 6. September führte der Abfall des Kabinendrucks in der russischen Sojus MS-09-Kapsel, die an der Internationalen Raumstation angedockt ist, dazu, dass ein kleines Loch an der Außenwand entdeckt wurde. Zunächst ging man davon aus, dass ein Mikrometeoriteneinschlag dafür verantwortlich gewesen sein könnte, doch eine anschließend von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos durchgeführte Untersuchung ergab jedoch, dass das Loch mit einem Bohrer entstanden sein muss.

 


 

Daraus ergaben sich automatisch zwei Möglichkeiten: Entweder hat jemand die Kapsel während ihrer Bauphase auf der Erde versehentlich beschädigt und es vertuscht oder aber, war es kein menschliches Versagen, sondern Sabotage und eines der Besatzungsmitglieder hat es absichtlich gebohrt. Die russischen Behörden kündigten deshalb eine gründliche und ausführliche Untersuchung an, um so schnell wie möglich eine präzise Antwort darauf liefern zu können (wir berichteten).

 

Im Oktober wurden die Ermittlungen abgeschlossen und die russischen Behörden kamen anhand ihrer Materialanalysen und Recherchen zu dem Schluss, dass es sich weder um einen Fabrikationsfehler noch um einen versehentlichen und unbemerkten Schaden während der Bauphase handelt. Das bedeutet, dass die wahrscheinlichste Erklärung jene ist, dass jemand das Loch absichtlich gebohrt hat (wir berichteten).

Am 12. Dezember führten die zwei russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Oleg Kononenko nun einen achtstündigen Weltraumspaziergang außerhalb der ISS durch, um das Loch auch von außen genauer zu untersuchen (siehe Video unten). Dabei schnitt Kononenko mit einem Messer in die Außenisolierung (siehe Video unten), um Proben vom Material nahe des Lochs zu entnehmen und zu analysieren.

 

Sergej Prokopjew ist vergangene Woche von seinem 197-tägigen ISS-Aufenthalt zur Erde zurückgekehrt und hat in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass das Loch sehr wahrscheinlich von innen heraus entstanden ist und dass die russischen Behörden nun eine detaillierte Untersuchung des Vorfalls durchführen werden. Er habe sämtliche vor Ort erstellten Untersuchungsergebnisse zu dem Vorfall vorgelegt und nun läge es an den Ermittlern, zu entscheiden, was da oben passiert ist.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA

 

VIDEO:

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