02.05.2017

Werden geheime Kennedy-Akten bald veröffentlicht?

Eine Reihe von bisher geheim gehaltenen Dokumenten zum Attentat an den ehemaligen US-Präsidenten John. F. Kennedy, könnten noch in diesem Jahr endlich zur Veröffentlichung freige- geben werden - Trump müsste es nur anordnen.

 

Präsident Lyndon B. Johnson hatte im Herbst 1964 angeordnet, dass die Akten mit den Untersuchungsergebnissen der Warren-Kommission zu dem Attentat auf John F. Kennedy 75 Jahre lang unter Verschluss gehalten werden sollen. Als jedoch der Film »JFK« von Oliver Stone im Jahr 1992 der zwischenzeitlich immer stärker anwachsenden Verschwörungstheorie neuen Auftrieb gab, dass Kennedy von dem eigenen Staatsapparat ermordet worden sein könnte, bestimmte der Kongress per Gesetz (dem President John F. Kennedy Assassination Records Collection Act) die Freigabe der Akten bis zum Jahr 2017. Wenn diese Frist bald am 26. Oktober 2017 abläuft, wird der jetzige Präsident die Entscheidung darüber treffen müssen, ob die Akten freigegeben werden oder sie weiterhin unter Verschluss bleiben.

 

Zu der Frage, welche Haltung Trump wohl zu der Freigabe der Dokumente einnehmen wird, beruft sich die Website Politico auf eine Quelle im Weißen Haus, die gesagt haben soll, dass der Präsident sich dieses Gesetzes bewusst sei und die Freigabe offenbar tatsächlich noch in diesem Jahr stattfinden wird. Und die Mitarbeiter des Nationalarchivs sollen bereits vorbereitet sein, die Akten freizugeben, sobald der Präsident es anordnet. Allerdings haben sowohl die CIA als auch das FBI bereits im vergangenen Monat eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der sie ankündigten, erst alle Dokumente überprüfen zu wollen, bevor eine eventuelle Freigabe erfolgt.

 

Es wird vermutet, das damals wohl um die rund 3.600 Unter-suchungsakten vom FBI, der CIA und anderen Regierungs-behörden angelegt wurden, die mit der Ermordung von John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas sowie mit einigen anderen Begleitumstände des Falles zusammenhingen. So beispielsweise auch zu einigen rätselhaften Details über den mutmaßlichen Attentäter Lee Harvey Oswald oder über den ehemaligen CIA-Agent E. Howard Hunt, der auf seinem Sterbebett behauptete, dass er Insiderwissen habe, dass das Attentat auf Kennedy aus den eigenen Reihen kam.

 

Es ist also zu erwarten, dass selbst wenn die Akten freigegeben werden sollten, zahlreiche Seiten, die nach Auffassung der Geheimdienste die nationale Sicherheit gefährden, wie gewohnt geschwärzt sein werden. Das wiederrum wird nur weiterhin der Verschwörungstheorie Nahrung geben, dass Oswald lediglich ein Bauernopfer war, der von den wirklichen Kennedy-Mörder im Staatsapparat ablenken sollte. Offenbar helfen weder Gesetze noch Dekrete, die Wahrheit ans Tageslicht kommen zu lassen, solange Geheimdienste Informationen, die ihnen unbequem sind, jederzeit unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit ewig unter Verschluss halten können.

 

 

© Fernando Calvo*, Foto: Walt Cisco/Wikimedia

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