13.12.2016

Es regnet Sternschnuppen: Die Geminiden kommen

Wer die Perseiden im Sommer verpasst hat und bei den eher schwachen Leoniden im November leer ausgegangen ist, hofft dieser Tage vielleicht, den Geminiden einen Wunsch mit auf den Weg geben zu können. Die Chancen jedoch stehen nicht gut.

 

Die Perseiden, der große Sternschnuppen-Schwarm, der über den August-Himmel zieht, ist vielen Menschen ein Begriff. Die Geminiden sind weniger bekannt. Dabei sind sie der stärkste Meteorstrom des Jahres. Am 14. Dezember erreichen sie ihren Höhepunkt.

 

Die Geminiden gelten als besonders eindrucksvolle Stern-schnuppen. Viele von ihnen leuchten in hellem Gelb-Weiß und sie sind nicht erst in der Nacht, sondern schon in den Abendstunden zu beobachten. Außerdem hat die Aktivität der Geminiden in den vergangenen Jahrzehnten stetig zuge- nommen, sodass sie inzwischen aktiver sind als die Perseiden. 30 bis 60 Sternschnuppen können am 13. und 14. Dezember Stunde für Stunde am dunklen Firmament sichtbar werden - unter guten Bedingungen.

 

Selbst ohne Wolken kaum zu sehen

Die allerdings sind in diesem Jahr nicht gegeben. Die Chancen, einen Blick auf die eine oder andere Dezember-Sternschnuppe zu erhaschen, stehen nicht gut. Das liegt zum einen an dichten Wolken, die den Nachthimmel über Deutschland in diesen Tagen bedecken. Zum anderen stiehlt der Mond den Schnuppen die Show. Es ist nämlich Vollmond, und der ist so hell, dass die Sternschnuppen daneben verblassen. Selbst in Wolkenlücken werden sie nur schwach zu sehen sein.

 

Und wo wird es Wolkenlücken geben? In der Nacht von Montag auf Dienstag sind die Chancen auf einen klaren Himmel ganz im Osten sowie im Süden am größten - zumindest abseits von Nebelfeldern", sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander. „Dort müssen Sie sich aber auch warm anziehen, denn es wird kalt bei minus 7 bis plus 1 Grad", empfiehlt er. In der Nacht zum Mitt- woch wird es dann Alexander zufolge verbreitet wolkig oder trüb. Nur in den südlichen Landesteilen kann es vorübergehend auflockern.

 

Einer Sternschnuppe einen Wunsch mit auf den Weg zu geben, ist in diesen Tagen also schwierig. Aber schon in weniger als zwei Wochen ergibt sich möglicherweise eine Gelegenheit: In der Nacht vor Heiligabend erreichen die Ursiden ihr Aktivitäts-maximum. Vielleicht ist dann der Himmel klar. Zuverlässig vorhersagen lässt sich das noch nicht.

 

 

Quelle: n-tv, Foto: Asim Patel/Wikipedia

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